Turbulente Zeiten im Sport?

Sport  ist im täglichen medialen Leben nicht mehr wegzudenken.
Im BLSV Kreis 13, den Sport im Landkreis München können wir 51 Vereine mit der Sparte Fußball vorweisen, die Sportart  Turnen ist im BLSV Kreis 13 (inkl.  Gesundheits- Gymnastik- ,Trampolin od, andere Turnsportarten) jedoch mit über 27 500 Mitgliedern die mitgliederstärkste Sparte in unserem Landkreis. Diesen zwei Sportsparten stehen 51 Sportsparten mit geringeren Teilnehmerzahlen gegenüber.

Gerade die Vielfalt der Sportarten mit ihren vielseitigen Facetten der Bewegung, mit ihren Möglichkeiten kognitive Fähigkeiten zu fördern machen die Ausübung des Sports für die Gesundheit und das gesellschaftliche  Leben absolut notwendig.  Der Sport sollte dabei im Einklang mit dem täglichen Leben stattfinden, eine Sportart sollte nicht  besser, hochwertiger oder als unwesentlich, unverträglich betrachtet werden.

Wir sollten uns freuen, dass nicht nur Olympische Sportarten im Landkreis München angeboten werden, sondern dass auch Sportarten aus anderen Ländern od. Kontinenten inzwischen hier ausprobiert oder sogar wettkampf-/turniermäßig betrieben werden können.

Ich begrüße die vorbildliche Unterstützung der Kommunen des Landkreises München im Sportstättenbau. Es sind sehr viele tolle Sportanlagen in den letzten Jahren allwetter- tauglich mit Kunstrasenplätze entstanden. Die Sporthallen im BLSV Kreis 13 liegen überwiegend im Bereich der Schulturnhallen und die Vereine partizipieren  an kostenfeien oder kostengünstigen Trainingsmöglichkeiten, dies ist eine großzügige Förderung durch den Landkreis.
Die kleine Anzahl der zeitweise nicht für den Sport zugänglichen Sportanlagen, welche wegen Renovierung oder Notunterkünfte Behinderungen für die Vereine bedeuten, ist verschwindend gering und ich glaube alle Sportler können volles Verständnis hierfür aufbringen.

Die immer wieder auftretende Diskussion  der Eigenmittelverteilung der Gelder des Freistaates Bayern durch den Bayer. Landessportverband an die Fachverbände ist legitim, jedoch sollt hier ein noch größeres Solidaritäts-Denken an den Tag gelegt werden. Es ist nicht jede Sportart „Fernsehen“ tauglich und somit auch weniger „Sponsor“ wirksam. Aber nichts desto trotz wäre es nicht unserer Zeit angepasst, wenn wir z.B. keine Eisstockschützen, Synchronschwimmen, Baseball usw. im Sportprogramm des Bayer. Landessportverbandes vorfänden.

Nicht nur die finanzielle Förderung erhält eine Sportart am Leben. Es benötigt ein zweites Standbein in Form von sozialer und fachlicher Unterstützung, egal ob als Trainer, Betreuer, Vereinsverwaltung und vor allem Vereinsvorstand. Diese soziale Unterstützung kann nicht allein kommerziell statt finden, da im Sport   auch  Einfühlungsvermögen und Verständnis für den Sport bzw. die  Sportart  vorhanden sein muss.
Dies ist zu 100% im ehrenamtlichen Engagement vorhanden!!
Ich weise immer wieder darauf hin, dass das ehrenamtliche Engagement auch viele zusätzliche andere interessante und schöne Aspekte  aufweist.  Das Vorbild für unsere Jugend in Bezug auf Mithilfe und  für sie da zu sein, können prägende Erlebnisse auslösen. Nur von uns kann die nächste Generation lernen und in einer möglichst unbeschwerten Jugend groß werden..

Sport in der Gemeinschaft verdrängt  viele negative Einflüsse und des Öfteren bedeutet ein Ehrenamt auch sinnvolle Freizeitgestaltung.

In diesem Sinne hoffe ich viele Mitstreiter für den Sport im Landkreis München finden zu können und würde mich freuen Sie vom fairen sportlichen Gedanken zum Wohle unserer Gemeinschaft überzeugt zu haben.

Ihre
Friedl Häusler

Kreisvorsitzende