Neujahresempfang 2013 im Landratsamt München

Beim Neujahresempfang des Kreis 13 des Bayerischen Landessportverbandes fand die Vorsitzende Friedl Häusler gewohnt kritische Worte. Diesmal zielte sie unter anderem auf die kommerziellen Kampfsportschulen.

Quelle: Münchner Merkur - Bericht von Annette Ganssmüller-Maluche vom 8. Februar 2013 

Landkreis - Mit Angst könne man gutes Geld verdienen, sagte Häusler in ihrer Rede beim Neujahresempfang im Landratsamt. Es gebe immer mehr kommerzielle Kampfsportschulen mit hohen Trainingsbeiträgen. Davei ei die Gemeinschaft in den Sportvereinen zur Entwicklung von Selbstständigkeit und einem Sicherheitsgefühl viel wichtiger. Häusler ist bekannt dafür, dass sie den alljährlichen Neujahresempfang nutzt, um sehr direkt heikle Themen anzusprechen. Heuer hatte sie sich das Anwachsen der professionellen Selbstverteidigungsschulen ausgesucht. Un die baklagte die "allgemeine Angstmacherei". Da seien Grundschulen inzwischen verschlossen "wie Kasernen". Natürlich sei Selbstverteidigung gut. Aber das, was Kinder wriklich selbstsicher und selbständig werden lasse, sein den Sport in der Gemeinschaft zu erleben. Wenn man aber auch beachtet, wie viele Stunden sowohl im Sport als auch im musischen Bereich an den Grundschulen ausfallen würden, brauche man sich nicht wundern, wenn die Kinder unausgeglichen und amngstlich nach Hause kommen.

Hier leisteten die Vereine und ihre Übungsleiter wichtige Arbeit. Sie erlebe in der Vereinsarbeit "aber leider auch immer mehr", dass der persönliche Gedankenaustausch und das Miteinander durch Internet und Emails abgelöst würden. Eine Entwicklung , die sie kritisch betrachte.
Dabei sei die Jugendförderung so wichtig: "Jeder Spitzensportler kommt aus dem Jugendsport!" Mit 94 Sport AGs "Sport nach 1" an den Schulen und 14 Sportstützpunkten an zehn Schulen sowie drei Kindersportschulen sei der Landkreis gut aufgestellt. Dennoch: Die Koordinierung des Sportabgebotes im Rahmen der Schule mache große Probleme und sei mehr als verbesserungswürdig. "Wie haben bestehende Klassen- und jahrgangsstufenübergreifende Angebote wie "Sport nach 1", Sportarbeitsgemeinschaften oder "Partnerschulen des Leistungssportes" in der zunehmend komplexeren Schullandschaft Bestand? fragte die Kreisreferentin für Schule und Verein, Dorothea Riedl. Mit dem sich wandelnden Schulalltag ändere sich auch das Vereinsleben. Seit Einführung des achtjährigen Gymnasiums fänden zahlreiche Schüler nicht mehr genügend Zeit für eine sportliche Betätigung im Verein, stellen Riedl und Häusler betrübt fest. Die Trainingszeiten der Kinder und Jugendlichen müssen in den frühen und begehrten Abendstunden verlegt werden, da der Nachwuchs nachmittags noch in der Schule ist. Riedl resümiertin ihrem Jahresrückblick: "Dass es zwingend ein Miteinandern von Schule und Verein geben muss, zeigen auch die zahlreichen Diskussionen um die Förderung des Leistungssportes in Deutschland." Ein Thema, dem sich Häusler auch in diesem Jahr verstärkt annehmen will.

                

Herzlichen Dank an die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, die jedes Jahr mit einer  großzügigen Spende die Jugendarbeit des Kreises fördert.
Im Bild von links nach rechts: Stv. Vorsitzende der KSK MSE Fichtel, KV Häusler, LR Rumschöttel sowie Schönwälder, Kreisjugendleiter.

 

Auch BLSV Bezirksvorsitzender Marchner hielt eine Rede und verlieh anschließend KV Häusler die "Ehrennadel in Silber". Mit im Bild: MdL Prof. Dr. P. P. Gantzer.

 

Eine humorvolle und sportlich höchst anspruchsvolle Showeinlage bot das Taufkirchener "Duo Tipp".