Integrationsprojekte

Das Konzept der Integrationsprojekte greift da, wo keine Sportvereine als Initiatoren vorhanden sind. Nicht nur Integration in den Sport ist Ziel des Programms, sondern den Sport als Medium nutzen und damit die Integration durch Sport zu befördern.

Diese offenen Projekte übernehmen eine Brückenfunktion zwischen nicht organisiertem Sport und Sportverein. Andere Kooperationspartner übernehmen an Stelle eines Sportvereins die Koordinierung und organisieren offene Sportgruppen, die sich an den Interessen der Zielgruppe orientieren. Ziel der Integrationsprojekte ist die Anbindung dieser zunächst offenen Sportgruppen an die Sportvereine im Umfeld. Die erfolgreiche Integration zahlreicher Sportgruppen sowie häufig auch deren Trainer belegt, wie nachhaltig diese Maßnahmeform für die Integrationsarbeit ist.

 

Die Bar Brothers Rosenheim – vom Integrationsprojekt zum Stützpunktverein bei IdS

Gute Ideen entstehen überall. Und manchmal entwickeln sie ihre eigene Dynamik. Im Fall der Bar Brothers war es die Idee zweier Schüler aus Rosenheim: Auf dem Außengelände ihres Gymnasiums trafen sie sich regelmäßig zu einem ausgefallenen Fitnesstraining – ein Hingucker und offen für alle, die es ebenfalls probieren wollten. Viele Zuschauer der schweißtreibenden Übungen an Klettergerüsten wurden bald zu Teilnehmern und aus den beiden „Brothers“ binnen kurzer Zeit eine bunte Großfamilie und ein von IdS gefördertes Integrationsprojekt mit Einheimischen, Migranten und Geflüchteten.  Es ist eine Erfolgsgeschichte: Inzwischen haben die Bar Brothers mehr als 60 Mitglieder – und aus dem Integrationsprojekt wurde ein eigener Sportverein und damit ein weiterer Stützpunktverein von IdS.

Das Trainingskonzept an Stangen, ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht, mussten sich die beiden Abiturienten nicht selbst ausdenken, es stammt aus den USA und hat inzwischen weltweit Anhänger gefunden. „Bar Brothers“ ist ein Musterbeispiel für das, was als Streetsport gilt: öffentliche Orte, keine Kosten, keine Verpflichtung. Umso eindrucksvoller ist, welche Gemeinschaft entsteht, wenn die Jugendlichen sich mehrmals pro Woche dabei unterstützen, ihre schwierigen Halteübungen ganz leicht aussehen zu lassen.