BUNTER SPORT in Roth und Nürnberg

Integration durch Sport für jugendliche Asylbewerber

BUNTER SPORT will in Zeiten von Pegida ein Willkommenszeichen setzen und mit niedrigschwelligen Sportangeboten Integration durch Sport für begleitete und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bieten. Ein Ausbau des Angebotes für junge Erwachsene ist in Vorbereitung.

Wegen der Sprachbarriere und Unkenntnis der Asylbewerber über das hiesige Vereinswesen, veranstaltet BUNTER SPORT regelmäßige Sporttreffs in der Nähe der Gemeinschaftsunterkünfte bzw. Wohngruppen als erste Anlaufstelle. Innerhalb von 3-6 Monaten werden die Asylbewerber nach einer gegenseitigen Gewöhnungsphase in die Sparten der lokalen Vereine vermittelt, wo die Integrationsarbeit noch intensiviert werden kann. Hierdurch kann der Zufluss vorbereitet und dosiert werden, um die Vereinstrainer nicht zu überfordern. Eine zentrale Koordinierungsstelle für Organisation, Sport und Networking sowie zentralen Jugend-Sozialarbeitern sind für die operative Umsetzung ein unabdingbares Instrument.

BUNTER SPORT nutzt die große Bereitschaft der lokalen Vereine, sich für Asylbewerber zu engagieren. Die Vereine wissen meist nicht genau, wie sie das umsetzen sollen. Die BUNTER SPORT Koordinierungsstelle ermittelt verfügbaren Ressourcen und Bedarfe, organisiert Hallen, Trainer und ggfs. Sozialarbeiter und übernimmt die Abrechnung mit den verschiedenen Ämtern, Verbänden und Sponsoren sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Sie vernetzt die Unterkünfte der Asylbewerber mit den Vereinen, damit deren Angebote bekannt und genutzt werden.

Das Projekt wurde Mitte 2014, ausgelöst durch den Bezug der ersten Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber, in Roth gegründet. Im Juli 2014 begannen die ersten Trainings, im Mai 2015 kamen weitere Trainingsgruppen in Roth sowie ein zentrales Training für alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im Landkreis Roth und der Stadt Schwabach hinzu. Im September 2015 starteten die ersten beiden Trainingsgruppen in Nürnberg, weitere sollen folgen. Gespräche mit weiteren Kommunen, Kreisen und Vereinen sind am Laufen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Projekts.

Lesen Sie außerdem hier: Interview aus der Bayernsportausgabe Nr. 11 2018 mit Jan-Patrick Frenkel, der bei der Basketballabteilung des Post SV Nürnberg das Prokjektkonzept mit entwickelt hat.