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Sportpreis Mittelfranken mit vier Nürnberger Preisträgern

Gruppenbild der Preisträger

Nimmt man die Nachbarstädte Fürth und Erlangen dazu, so haben sogar insgesamt sieben Vereine oder Einrichtungen aus der Region bei der 6. Verleihung des Sportpreises Mittelfranken am 17. November im Ansbacher Bezirksrathaus diese Auszeichnung eingefahren. Welch hohes Ansehen dieser Sportpreis inzwischen genießt, zeigte auch die Anwesenheit vieler Prominenter aus Sport und Politik, allen voran der Bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder, DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der die gleichzeitige Ehrung des „Grünen Bandes“ vornahm, BLSV-Präsident Günther Lommer, weitere Mitglieder des BLSV-Präsidiums wie Geschäftsführer Thomas Kern, der Sportbürgermeister der Stadt Nürnberg, Dr. Klemens Gsell und viele Vertreter der Fachverbände. Bei seiner Begrüßung betonte BLSV-Vizepräsident Finanzen Jörg Ammon noch einmal sein sehr freundschaftliches Verhältnis zu Markus Söder, der ehemals im gleichen Verein sein Mannschaftsführer im Tennis war und bedankte sich für sein Kommen. Bezirkstagspräsident Bartsch präsentierte sich als großzügiger Hausherr und lud zum anschließenden Bufett im Foyer ein.

Der Sportpreis Mittelfranken wird dabei in 10 Kategorien vergeben. Tanja Collischon von Franken Fernsehen wusste die Preisträger in gekonnter Weise mit Interviews in den Mittelpunkt zu stellen. Die Laudatoren waren aus den entsprechenden Bereichen hochrangig ausgewählt. Jede der jeweiligen Kategorien ist dabei mit 500 Euro Geldpreis dotiert. Zusätzlich darf jeder Gewinner zwei Nächte in einem der BLSV Sportcamps verbringen. Die Gewinner waren in diesem Jahr breit gefächert und auch aus Randsportarten vertreten. Dabei nahm bei der Kategorie 2 auch die Inklusion ihren Platz ein. Dieser Preis ging zum TSV Ansbach.

Von den Nürnberger Vereinen bestach vor allem die Basketballabteilung des Post-SV Nürnberg, die zwischenzeitlich mit dem Projekt „Mädels go Basketball“ auch den Förderpreis des SportService Nürnberg gewonnen hat. Die Basketballabteilung zählt im Verein zwischenzeitlich allein 1000 Mitglieder. Da der Mädchenanteil dabei relativ niedrig war, ist man mit diesem Projekt neue Wege gegangen. Mit einer App können die angeworbenen Mädchen auch in ihrer Freizeit zusätzlich trainieren und werden über das beliebte Smartphone sozusagen am Ball gehalten. Leistung steht dabei nicht an erster Stelle. Diese Idee fand in der Kategorie „Innovation“ den meisten Zuspruch der Jury.

In der Kategorie „Alter-Bereich Generation“ gewann der Motorsportclub Nürnberg. Mit dem Norisring-Rennen (200 Meilen von Nürnberg) fand die rein ehrenamtliche Organisation dieser Großveranstaltung großes Lob. Das Rennen ist nach Monaco zwischenzeitlich europaweit die zweitattraktivste Veranstaltung dieser Art. Fast zwei Drittel der Mitglieder des Vereins stehen für die Organisation des Rennens zur Verfügung. Mit 600 Freiwilligen sind hier ganze Familien mit engagiert.

In der Kategorie „Alter – Kinder und Jugend“ gewann die Faustballabteilung des TV Eibach 04. Der Abteilungsleiter nahm den Preis aus den Händen des begeisterten Nürnberger Sportbürgermeisters Dr. Clemens Gsell entgegen. Er war selbst Gast der Weltmeisterschaft der U18 Junioren/ Juniorinnen-Weltmeisterschaft im Faustball im Juli diesen Jahres und beschrieb die unglaubliche Stimmung vorort in Eibach. Die Organisation des Turniers wurde ausschließlich ehrenamtlich betreut. Rund 4000 Zuschauer kamen der Randsportart Faustball näher. Drei Spieler/ Spielerinnen des TV Eibach waren selbst mit in der Nationalmannschaft dabei und holten sowohl bei den Juniorinnen, als auch Junioren letztlich auch noch den Weltmeistertitel. Sportbürgermeister Gsell zeigte sich sehr erfreut, dass man damit wieder eine Weltmeisterschaft nach Nürnberg holen konnte.

Auch Unterstützer des Sports fanden bei der Preisverleihung Aufmerksamkeit. So konnten die VR Banken im Bezirk Mittelfranken die Auszeichnung für die Kategorie „Sponsoren und Personen, die Sportvereine fördern“ stellvertretend für viele engagierte VR-Banken in Mittelfranken entgegennehmen. Nicht nur die „Sterne des Sports“ als bankspezifische Auszeichnung für gesellschaftlich-sozial besonders engagierte Sportvereine, auch Initiativen in Einzelprojekten des Sports werden von VR-Banken gefördert. So hat vor allem auch die VR-Bank in der Tulnau in Nürnberg vielseitige Unterstützungen für den Sport eingebracht. Unter anderem werden auch die Bewegungsparks der Stadt Nürnberg von dieser Filiale bezuschusst.

Nimmt man darüber hinaus die Nachbarstädte der Region Fürth und Erlangen noch dazu, so gingen drei weitere Kategorien in das Städtedreieck. Im Bereich „Sportbereich Integration“ ging der Preis an Miriam Carabell vom ATSV Erlangen. Aus Istanbul stammend, praktizierte sie Integration im Sport mit Frauen bereits vor allen anderen Modellen. Miriam Carabell ist damit seit langem Türöffner für Sport mit türkischen Frauen und deren Familien.

Die in Nürnberg geborene Ski-Freestyle-Sportlerin Lisa Zimmermann vom TV Fürth 1860 überzeugte in der Kategorie „Sportliche Leistung“ mit Weltcup-Siegen, Olympiateilnahme und einer WM Goldmedaille. Dazu ging ein weiterer Preis in der Kategorie „Alter – Bereich 60+“ an die Nachbarstadt Fürth zur LAC Quelle. Ingrid Meier und Richard Rzehak freuten sich im Bereich Leichtathletik über diese Ehrung.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde dann noch der mit 5000 Euro hochdotierte Preis des „Grünen Bandes“ der Commerzbank und des DOSB von DOSB-Präsident Alfons Hörmann an den Augsburger Eislaufverein für vorbildliche Talentförderung und an den Schwimmverein Würzburg 05 für kontinuierliche Nachwuchsarbeit vergeben.

Die Preisträger aller 10 Kategorien finden Sie auf den Internetseiten des BLSV-Bezirks Mittelfranken. Die Veranstaltung ging mit interessanten Gesprächen und einem tollen Bufett spät zu Ende.

Uschi Friedmann
BLSV Kreis Nürnberg