"Bringen Sie Ihren Verein im Schulalltag ein!" empfahl Referent Simon Beisenwenger (Regierung von Mittelfranken)

3. Februar 2010

Der Sport will in die Schule gehen

Die zunehmende zeitliche Belastung durch verlängerte Unterrichtszeiten führt dazu, dass   sich Schüler oft nicht mehr motivieren können, am späten Nachmittag die Sportangebote von Vereinen zu besuchen.

Getreu dem Motto „wenn die Schüler nicht zu uns kommen, gehen wir eben dort hin, wo die Schüler sind“ hat sich der Sportbezirk Mittelfranken für das Jahr 2010 deshalb ein großes Ziel gesteckt. Gemeinsam mit Pilotvereinen soll getestet werden, inwieweit sich der Bezirk und seine Sportvereine in die Angebotsstruktur offener und gebundener Ganztagesschulen einbringen können und welcher Nutzen für die Vereine mit diesem Engagement verbunden ist.

Bei einem ersten Treffen mit den am Projekt interessierten mittelfränkischen Großvereinen führte Simon Beisenwenger von der Regierung von Mittelfranken aus, was genau sich hinter einer geschlossenen und einer offenen Ganztagesschule verbirgt und welche Möglichkeiten es für den Sport gibt, sich über das Programm „Sport nach 1“ hinaus im Schulalltag zu integrieren.

Von den anwesenden Vereinsfunktionären wurden im Anschluss an den Vortrag viele Fragen an Beisenwenger und dessen Kollegin Sabine Biechele, die seit Ende des Jahres 2009 im BLSV-Sportbezirk als Beisitzerin für den Bereich „Schule und Sport“ berufen ist, gestellt.

Der mittelfränkische Bezirksvorsitzende Jörg Ammon erläuterte abschließend, dass der Sportbezirk den Vereinen im Zuge der Planung und Umsetzung des Projektes als Partner an der Seite stehen werde. „Wir wollen als BLSV-Bezirk nicht vor und auch nicht hinter Ihnen stehen, wir wollen gemeinsam mit Ihnen die Jugend zum Sport bringen“, betonte Ammon.

Die Aufgabe des Sportbezirkes sähe er darin, die Rahmenbedingungen für ein Engagement in der offenen oder geschlossenen Ganztagesschule zu schaffen, beispielsweise die Hausaufgabenbetreuung über einen Pool an Lehramtsstudenten abzudecken oder gemeinsam mit der Regierung von Mittelfranken Schulen, die an einer Kooperation mit Sportvereinen interessiert sind, aufzulisten.

Dass sich auf Nachfrage alle anwesenden Vereinsvertreter bereit erklärten, zum nächsten Pilotprojekt-Treffen zu kommen, wertete Ammon als Erfolg.