Green Sport
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Nachhaltigkeitssäulen
Durch das 3‑Säulen-Modell der Nachhaltigkeit verbinden Vereine und Verbände ökologische Verantwortung, soziale Teilhabe und wirtschaftliche Stabilität im Vereinsalltag. Gemeinsam gestalten wir den Sport von morgen – nachhaltig, verantwortungsvoll und zukunftsfähig.
Soziale Nachhaltigkeit ist eine zentrale Säule eines zukunftsfähigen Sportsystems. Sie beschreibt die Verantwortung des organisierten Sports, dauerhafte soziale Strukturen zu schaffen, die Teilhabe, Fairness und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Sport wirkt dabei weit über die sportliche Leistung hinaus und prägt Werte, Gemeinschaft und Chancengleichheit.
Inklusion steht im Mittelpunkt sozial nachhaltigen Handelns. Sport soll für alle Menschen zugänglich sein – unabhängig von körperlichen, geistigen oder sozialen Voraussetzungen. Inklusive Sportangebote ermöglichen Begegnung, bauen Barrieren ab und stärken das Miteinander.
Ein weiterer zentraler Pfeiler ist das Ehrenamt. Ehrenamtlich Engagierte tragen den organisierten Sport und sichern seine langfristige Funktionsfähigkeit. Soziale Nachhaltigkeit bedeutet, dieses Engagement wertzuschätzen, zu fördern und zukunftsfähige Rahmenbedingungen zu schaffen.
Gleichstellung und Chancengerechtigkeit sind unverzichtbar für einen fairen Sport. Der Sport setzt sich für gleiche Teilhabe von Frauen und Männern, Diversität sowie den Abbau von Diskriminierung ein – auf und neben dem Spielfeld.
Ebenso wichtig ist die Prävention, insbesondere der Schutz vor Gewalt, Diskriminierung und Machtmissbrauch. Präventionsarbeit schafft sichere Räume und Vertrauen für alle Beteiligten.
Grundlage all dessen sind Werte und Verantwortung. Fairness, Respekt, Solidarität und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein bilden das Fundament eines sozial nachhaltigen Sports und machen ihn zu einem wichtigen Akteur für eine lebenswerte Gesellschaft.
Weitere Informationen:
- Sport- und Sozialangebote des BLSV im Überblick
Sportstätten
Sportstätten spielen eine zentrale Rolle für nachhaltiges Handeln im organisierten Sport. Durch einen bewussten Umgang mit Infrastruktur, Energie und Ressourcen können Vereine einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten und gleichzeitig laufende Kosten senken.
Im Fokus stehen langlebige Lösungen, eine effiziente Nutzung vorhandener Anlagen sowie die schrittweise Optimierung von Betrieb und Pflege. Bereits kleine Maßnahmen können dabei eine große Wirkung entfalten.
Beispiele für nachhaltige Sportstätten im Vereinsalltag:
- Energie- und Ressourceneffizienz
Der Einsatz von LED-Beleuchtung, zeitgesteuerten Licht- und Heizsystemen oder wassersparenden Armaturen reduziert Energie- und Wasserverbrauch in Hallen, Umkleiden und Vereinsheimen. - Nachhaltige Pflege und Instandhaltung
Regelmäßige Wartung von Sportflächen, Gebäuden und technischen Anlagen verlängert deren Lebensdauer und vermeidet aufwendige Sanierungen oder Neuanschaffungen. - Mehrfachnutzung und Kooperationen
Sportanlagen werden möglichst vielseitig genutzt oder mit anderen Vereinen, Schulen oder Kommunen geteilt. So lassen sich Flächen effizient einsetzen und Ressourcen gemeinsam nutzen.
Weitere Beispiele findest Du bei den Best Practices+
Informationen zur Förderung für Sportstätten:
- Staatliche Förderungen für den Sportstättenbau – BLSV
- BBSR – Aufrufe – Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“
Auch spannend! Grüne Ecke – Alles rund um deine Sportanlage | BFV
Mobilität
Mobilität ist ein zentraler Bestandteil des Vereinslebens – sei es für Training, Wettkämpfe, Sitzungen oder Veranstaltungen. Durch nachhaltige Mobilitätslösungen können Sportvereine CO₂-Emissionen reduzieren, Kosten senken und gleichzeitig die Gemeinschaft im Verein stärken.
Im Fokus stehen dabei eine bewusste Planung von Wegen, die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel sowie gemeinschaftliche Lösungen für An- und Abreise.
Beispiele für nachhaltige Mobilität im Vereinsalltag:
- Fahrgemeinschaften für Training und Wettkämpfe
Vereinsmitglieder stimmen An- und Abreisen ab und bilden Fahrgemeinschaften. Das reduziert den Individualverkehr, spart Kosten und fördert den Austausch im Team. - Förderung von Fahrrad- und ÖPNV-Nutzung
Sichere Fahrradabstellplätze an Sportanlagen, Hinweise zu Bus- und Bahnverbindungen oder gemeinsame Anreisen mit dem ÖPNV erleichtern den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel. - Digitale Lösungen zur Wegeersparnis
Online-Sitzungen, digitale Fortbildungen oder hybride Vereinsveranstaltungen reduzieren Fahrtwege und sparen Zeit sowie Ressourcen.
Weitere Beispiele findest du bei den Best Practices+
Nachhaltige Beschaffung von Materialien
Nachhaltige Beschaffung gewinnt auch im organisierten Sport zunehmend an Bedeutung. Der Einsatz umweltfreundlicher und langlebiger Produkte trägt nicht nur zum Klima- und Ressourcenschutz bei, sondern kann Vereine auch wirtschaftlich entlasten.
Im Sinne der Kreislaufwirtschaft liegt der Fokus auf einer langen Nutzungsdauer von Produkten. Bestehende Materialien werden bevorzugt weitergenutzt, geteilt oder instandgehalten. Ergänzend kommen Reparatur, Wiederverwendung und schließlich Recycling zum Einsatz.
Sharing Economy im Vereinsleben
Der Sharing Economy-Gedanke bietet Sportvereinen zahlreiche Möglichkeiten, nachhaltiges Handeln konkret umzusetzen. Dabei werden vorhandene Produkte vereinsintern oder vereinsübergreifend geteilt, anstatt neue Güter anzuschaffen.
Gerade im Sport gibt es viele Ausrüstungsgegenstände, die nur zeitweise genutzt werden. Durch gemeinschaftliche Nutzung lassen sich Leerzeiten reduzieren und die Lebensdauer der Produkte erhöhen.
Solche Modelle fördern nicht nur den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, sondern stärken auch die Zusammenarbeit und Vernetzung im Vereinssport.
Beispiele für nachhaltige Beschaffung und Sharing:
- Gemeinsame Nutzung von Sportgeräten
Selten genutzte Sportgeräte werden vereinsintern oder mit benachbarten Vereinen geteilt, anstatt mehrfach angeschafft zu werden. - Leihsysteme für Jugend- und Nachwuchssport
Sportausrüstung wie Schläger, Schutzausrüstung oder Wintersportmaterial wird vereinsintern verliehen. Das reduziert Neuanschaffungen und entlastet Familien finanziell. - Reparieren statt ersetzen
Trainingsgeräte, Tornetze oder Vereinsmobiliar werden regelmäßig gewartet und bei Bedarf repariert, um ihre Lebensdauer zu verlängern und Ressourcen zu schonen. - Nachhaltige Ausstattung bei Veranstaltungen
Mehrweg- und Pfandsysteme, wiederverwendbare Vereinsmaterialien sowie geliehene Ausstattung für Feste und Spieltage ersetzen Einwegprodukte und kurzfristige Neuanschaffungen.
Weitere Beispiele findest du bei den Best Practices+
Weitere Information zur nachhaltigen Beschaffung und Sharing:
- elver-boerse.net
- femnet.de – Textileinkauf in Sportvereinen
Veranstaltungen
Sportveranstaltungen haben nicht nur sportlichen Wert, sondern wirken auch ökologisch, sozial und wirtschaftlich in ihre Region hinein. Durch eine nachhaltige Planung und Umsetzung lassen sich Ressourcen schonen, das Erlebnis für Teilnehmende verbessern und positive Effekte für Umwelt und Gesellschaft verstärken. Das Webportal „Nachhaltige Sportveranstaltungen“ bietet dafür fundierte Strategien, Maßnahmenkataloge und praxisnahe Hilfestellungen für Veranstaltungen aller Größen.
Beispiele für nachhaltige Vereinsveranstaltungen
- Abfallvermeidung und Recycling
Setzt bei eurer Veranstaltung auf Mehrweg- oder kompostierbare Produkte, gut kennzeichnete Sammelstellen und informiert Teilnehmende aktiv über Mülltrennung. So reduziert ihr Abfall und schafft ein Vorbild für umweltbewusstes Verhalten. - Mobilitätsmanagement
Ermutigt Teilnehmende, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern oder in Fahrgemeinschaften anzureisen. Bietet vor Ort Informationen zu umweltfreundlichen An- und Abreisemöglichkeiten an und legt damit einen Beitrag zu weniger Verkehrsemissionen. - Regionale, nachhaltige Verpflegung
Bezieht Speisen und Getränke von regionalen Erzeugern, setzt auf pflanzliche Optionen und achtet auf kurze Transportwege. Das stärkt lokale Strukturen und reduziert ökologische Belastungen.
Weitere Beispiele findest Du bei den Best Practices+
Weitere Informationen zu nachhaltigen Sportveranstaltungen: www.nachhaltige-sportveranstaltungen.de
Ökonomische Nachhaltigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für die langfristige Stabilität des organisierten Sports. Sie steht für einen verantwortungsvollen, transparenten und vorausschauenden Umgang mit finanziellen und materiellen Ressourcen.
Nachhaltig wirtschaftende Sportorganisationen setzen auf solide Finanzstrukturen, Planungssicherheit und eine effiziente Mittelverwendung. Fördergelder, Mitgliedsbeiträge und Sponsoreneinnahmen werden gezielt eingesetzt, um den Sportbetrieb dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Unterstützung von Ehren- und Hauptamt durch klare Strukturen, Qualifizierung und Entlastung. So wird langfristiges Engagement ermöglicht und personelle Überforderung vermieden.
Durch Kooperationen und regionale Kooperationen stärken Sportvereine und ‑verbände zudem ihre wirtschaftliche Verankerung vor Ort. Insgesamt schafft ökonomische Nachhaltigkeit die Basis, sportliche, soziale und ökologische Ziele dauerhaft miteinander zu verbinden.
Weitere Informationen und Förderungen:
- Übersicht der Angebote des BLSV zur Sportförderung
- Förderungen auf Bundesebene – DOSB
- BBSR – Aufrufe – Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“
- Förderung – Aktiv pro Klima
