BLSV: Neues Sport­för­der­ge­setz ist richtungsweisend

Medien-Information Nr. 11/2026 vom

Erst­mals schafft der Bund mit einem Sport­för­der­ge­setz die Grund­lage für eine moderne, verläss­li­che und zukunfts­ori­en­tierte Spitzensportförderung

Talente fördern, Nach­wuchs­leis­tungs­sport und Spit­zen­sport stär­ken sowie Deutsch­land inter­na­tio­nal wieder wett­be­werbs­fä­hi­ger machen – dieses Ziel verfolgt das neue Sport­för­der­ge­setz des Bundes. Für den Baye­ri­schen Landes-Sport­ver­band e. V. (BLSV) ist die geplante Reform eine rich­tungs­wei­sende Weichen­stel­lung für den Nach­wuchs­leis­tungs­sport und Spit­zen­sport in Bayern und ganz Deutschland.

Kern der Reform ist die Grün­dung einer neuen Spit­zen­sport-Agen­tur, die künf­tig die Förde­rung bündeln, Entschei­dungs­wege verein­fa­chen und Förder­ver­fah­ren deut­lich beschleu­ni­gen soll. Gleich­zei­tig sollen die Sport­ver­bände von büro­kra­ti­schen Aufga­ben entlas­tet werden, damit wieder stär­ker der Sport selbst, die Förde­rung von Talen­ten und die Entwick­lung inter­na­tio­na­ler Spit­zen­leis­tun­gen im Mittel­punkt stehen.

Für den BLSV ist das Sport­för­der­ge­setz weit mehr als ein neues Bundes­ge­setz. Es schafft die Grund­lage dafür, Talente noch geziel­ter zu fördern, Athle­tin­nen und Athle­ten best­mög­lich auf ihrem Weg zu beglei­ten und den orga­ni­sier­ten Sport insge­samt zukunfts­fä­hig aufzu­stel­len. Denn erfolg­rei­che Spit­zen­sport­le­rin­nen und Spit­zen­sport­ler sind weit mehr als Medail­len­ge­win­ner. Sie sind Vorbil­der für Kinder und Jugend­li­che, begeis­tern Menschen für Bewe­gung und moti­vie­ren junge Talente, ihren Weg im Sport­ver­ein zu begin­nen. Der BLSV verbin­det die jetzt erreichte Eini­gung ausdrück­lich mit einem Dank an den Baye­ri­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Dr. Markus Söder sowie an den sport­po­li­ti­schen Spre­cher der CDU-/CSU-Bundes­tags­frak­tion Stephan Mayer. Beide haben sich in den vergan­ge­nen Mona­ten inten­siv dafür einge­setzt, dass zentrale Anlie­gen des orga­ni­sier­ten Sports im parla­men­ta­ri­schen Verfah­ren Berück­sich­ti­gung gefun­den haben.

Wich­tige Verbes­se­run­gen für den orga­ni­sier­ten Sport

Ein wesent­li­cher Erfolg ist die Stär­kung der Stimme des Sports im Stif­tungs­rat der künf­ti­gen Spit­zen­sport-Agen­tur. Hier werden nunmehr vier der zehn Sitze vom orga­ni­sier­ten Sport besetzt. Mit einem zusätz­li­chen Sitz für die Athle­tin­nen- und Athle­ten­kom­mis­sion des Deut­schen Olym­pi­schen Sport­bun­des (DOSB) wird eine zentrale Forde­rung des Sports aufge­grif­fen und die Vertre­tung des orga­ni­sier­ten Sports gegen­über der Poli­tik deut­lich gestärkt.

Mit der gesetz­li­chen Veran­ke­rung des Zentrums für Safe Sport sowie der ab 2029 gelten­den Verknüp­fung der Förde­rung mit der Umset­zung des Safe Sport Codes werden zudem wich­tige Voraus­set­zun­gen für ein siche­res und verant­wor­tungs­vol­les Sport­um­feld geschaffen.

Weitere wich­tige Anlie­gen des orga­ni­sier­ten Sports blie­ben jedoch unbe­rück­sich­tigt. Dazu zählen insbe­son­dere die ausdrück­li­che gesetz­li­che Veran­ke­rung der Finan­zie­rungs­ver­ant­wor­tung des Bundes, die für eine verläss­li­che und lang­fris­tige Planungs­si­cher­heit im Spit­zen­sport gesorgt hätte. Auch beim Büro­kra­tie­ab­bau blieb das Gesetz hinter den eige­nen poli­ti­schen Ansprü­chen zurück. Dabei hatte sich die Koali­tion ausdrück­lich zum Ziel gesetzt, die Spit­zen­sport­för­de­rung effi­zi­en­ter, flexi­bler und weni­ger büro­kra­tisch auszu­ge­stal­ten. So wurde beispiels­weise die Chance verpasst, eine Fest­be­trags­fi­nan­zie­rung als Regel­fall zu etablie­ren und damit das Förder­sys­tem spür­bar zu vereinfachen.

Jörg Ammon: „Wir inves­tie­ren in die Zukunft unse­res Sports“

„Mit dem Sport­för­der­ge­setz bietet sich die Chance, den deut­schen und baye­ri­schen Nach­wuchs­leis­tungs­sport sowie den Spit­zen­sport nach­hal­tig zu stär­ken“, erklärt BLSV-Präsi­dent Jörg Ammon. „Unsere Athle­tin­nen und Athle­ten sind Vorbil­der für Millio­nen junger Menschen. Deshalb inves­tie­ren wir mit diesem Gesetz nicht nur in Medail­len, sondern in die Zukunft des Sports und unse­rer Gesell­schaft. Gerade Bayern gehört seit Jahr­zehn­ten zu den erfolg­reichs­ten Sport­stand­or­ten Deutsch­lands. Deshalb hat dieses Gesetz gerade für den baye­ri­schen Sport eine beson­dere Bedeutung.“

Prof. Dr. Susanne Burger: „Jetzt müssen wir die Chan­cen konse­quent nutzen“

„Das Sport­för­der­ge­setz eröff­net die Chance, die Spit­zen­sport­för­de­rung in Deutsch­land grund­le­gend zu moder­ni­sie­ren“, sagt Prof. Dr. Susanne Burger, Vorsit­zende der BLSV-Geschäfts­füh­rung. „Die neue Spit­zen­sport-Agen­tur kann Förder­ent­schei­dun­gen bündeln, Verfah­ren verein­fa­chen und die Sport­ver­bände spür­bar entlas­ten. Beson­ders wich­tig ist aus unse­rer Sicht, dass die Exper­tise des orga­ni­sier­ten Sports künf­tig deut­lich stär­ker in die Entschei­dun­gen einge­bun­den wird. Bayern hat mit seiner part­ner­schaft­li­chen Zusam­men­ar­beit zwischen Staat und orga­ni­sier­tem Sport bereits sehr gute Erfah­run­gen gemacht. Dieses erfolg­rei­che Mitein­an­der kann auch auf Bundes­ebene wich­tige Impulse für eine moderne und leis­tungs­fä­hige Spit­zen­sport­för­de­rung geben.“

Mit dem Sport­för­der­ge­setz ist nun der poli­ti­sche Rahmen geschaf­fen. Aus Sicht des BLSV kommt es jetzt darauf an, die Reform zügig umzu­set­zen und gemein­sam mit den Kompe­tenz­trä­gern des orga­ni­sier­ten Sports mit Leben zu füllen. Nur wenn Poli­tik und Sport weiter­hin part­ner­schaft­lich zusam­men­ar­bei­ten, kann es gelin­gen, den deut­schen und baye­ri­schen Nach­wuchs­leis­tungs­sport sowie den Spit­zen­sport nach­hal­tig zu stär­ken und inter­na­tio­nal wieder an die Spitze zu führen.

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