Bundesstützpunkt ab 2027 stärkt den Nachwuchsleistungs- und Spitzensport in Bayern und setzt wichtiges Signal für München als internationale Sportmetropole
Der Bundesstützpunkt Freiwasserschwimmen zieht zum 1. Januar 2027 von Würzburg nach München. Der Bayerische Landes-Sportverband e. V. (BLSV) begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. Mit dem neuen Standort in der Landeshauptstadt bleibt nicht nur eine wichtige Leistungssportstruktur in Bayern erhalten. Zugleich bietet sich die Chance, den Schwimmsport im Freistaat nachhaltig zu stärken und Talenten auf ihrem Weg in die nationale und internationale Spitze bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten.
Dem entsprechenden Antrag des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) auf Verlegung des bislang in Würzburg angesiedelten Bundesstützpunkts hat das Bundeskanzleramt zugestimmt. Der Umzug erfolgt damit ausnahmsweise noch im laufenden Olympiazyklus.
Für den BLSV ist die Entscheidung ein wichtiges Signal für den Sportstandort Bayern. Mit der Bündelung bestehender Strukturen in München können Synergien geschaffen und die Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten weiter verbessert werden. Entscheidend ist dabei ein leistungsfähiges Umfeld, in dem sportfachliche Expertise, optimale Trainingsbedingungen sowie die sportwissenschaftliche und medizinische Betreuung bestmöglich zusammenspielen.
Gleichzeitig unterstreicht die Entscheidung die Bedeutung Münchens als nationale und internationale Sportmetropole. Gerade mit Blick auf die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele zeigt der neue Bundesstützpunkt, welches Potenzial in der Weiterentwicklung und Bündelung leistungsfähiger Spitzensportstrukturen in der bayerischen Landeshauptstadt liegt.
Harald Walter: „Entscheidung ist im Sinne unserer Athletinnen und Athleten“
Harald Walter, Präsident des Bayerischen Schwimm-Verbandes, begrüßt die Verlegung ausdrücklich: „Diese Entscheidung ist vor allem eine Entscheidung im Sinne unserer Athletinnen und Athleten. Sie brauchen gute Trainingsbedingungen, eine funktionierende Struktur und ein leistungsstarkes Umfeld – genau diese Voraussetzungen können wir in München bieten. Mit der Anbindung an die bereits bestehenden Strukturen können wir Kräfte bündeln und den Freiwasserbereich nachhaltig stärken.“
Walter würdigt zugleich die große Tradition des bisherigen Standorts: „Würzburg hat über viele Jahre hinweg herausragende Sportlerinnen und Sportler hervorgebracht und große Erfolge für den deutschen Schwimmsport ermöglicht. Dafür gebührt allen, die dort über Jahrzehnte Verantwortung übernommen und sich engagiert haben, unser ausdrücklicher Dank. Jetzt geht es darum, nach vorne zu schauen und in München gemeinsam eine neue, leistungsfähige Struktur weiter auszubauen.“
Ein besonderer Dank gelte dabei auch den Partnern, die den Prozess unterstützt haben: „Wir haben uns als Bayerischer Schwimm-Verband mit Nachdruck dafür eingesetzt, den Bundesstützpunkt in Bayern zu erhalten und nach München zu verlegen. Dabei konnten wir uns auf starke Partner verlassen. Mein ausdrücklicher Dank gilt dem BLSV, der uns auf diesem Weg eng begleitet und unterstützt hat. Ebenso hat Staatsminister Joachim Herrmann dem Schwimmsport als verlässlicher Partner mit großem Engagement zur Seite gestanden. Dass wir nun diese Perspektive für den Freiwasserschwimmsport in Bayern haben, ist das Ergebnis eines starken Zusammenspiels“, so Walter.
Jörg Ammon: „Ein starkes Signal für den Sportstandort Bayern“
BLSV-Präsident Jörg Ammon sieht in der Entscheidung zugleich eine Stärkung des gesamten bayerischen Nachwuchsleistungs- und Spitzensports: „Die Verlegung des Bundesstützpunkts Freiwasserschwimmen nach München ist ein starkes Signal für den Sportstandort Bayern. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, unseren Talenten sowie Spitzenathletinnen und ‑athleten Bedingungen zu bieten, unter denen sie sich bestmöglich entwickeln und international erfolgreich sein können. München verfügt dafür über hervorragende Voraussetzungen und starke Strukturen. Dass Bayern auch künftig Heimat eines Bundesstützpunkts im Freiwasserschwimmen bleibt, ist deshalb eine sehr gute Nachricht für den gesamten bayerischen Sport.“
Ammon ordnet die Entscheidung zugleich in die weitere Entwicklung Münchens als internationale Sportmetropole ein: „Wir wollen Talente in Bayern entdecken, fördern und ihnen eine Perspektive bis in die internationale Spitze eröffnen. Dafür brauchen wir leistungsfähige Stützpunkte, kompetente Trainerinnen und Trainer und eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Partner. Gerade mit Blick auf die Münchner Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ist es wichtig, dass wir nicht nur über die Faszination großer Sportereignisse sprechen, sondern auch die Strukturen schaffen und weiterentwickeln, in denen Spitzenleistungen entstehen können. Der neue Bundesstützpunkt in München ist dafür ein wichtiges und positives Signal.“
Beste Voraussetzungen für die nächste Generation
Der künftige Bundesstützpunkt soll dazu beitragen, Nachwuchstalente gezielt zu fördern und sie auf ihrem Weg bis in die internationale Spitze konsequent zu begleiten. Damit stärkt die Entscheidung nicht nur den Freiwasserschwimmsport, sondern auch die Position Bayerns innerhalb der deutschen Spitzensportlandschaft.
München hat seine Bedeutung als Austragungsort großer Sportveranstaltungen und als Heimat des Spitzen- und Nachwuchsleistungssports immer wieder unter Beweis gestellt. Mit den Junioren-Europameisterschaften im Synchronschwimmen und Schwimmen war die Landeshauptstadt erst in diesem Sommer Gastgeber von internationalen Schwimmsport-Highlights. Die Verlagerung des Bundesstützpunkts schafft nun eine weitere langfristige Struktur, von der insbesondere die nächste Generation von Athletinnen und Athleten profitieren soll.
Für den BLSV und den Bayerischen Schwimm-Verband steht deshalb nun im Mittelpunkt, gemeinsam mit dem Deutschen Schwimm-Verband und den weiteren beteiligten Partnern die notwendigen Strukturen weiterhin zügig aufzubauen und den Sportlerinnen und Sportlern ab 2027 bestmögliche Bedingungen zu bieten. Zugleich kann der verlegte Bundesstützpunkt ein weiteres Beispiel dafür sein, wie nachhaltige Investitionen in den Sport bereits im Vorfeld einer möglichen Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele langfristige Mehrwerte für den Sportstandort München und ganz Bayern schaffen können.
Für den BLSV beginnt die Bedeutung des Schwimmens jedoch lange vor dem Leistungssport. Schwimmen ist eine elementare Grundfertigkeit, die jedes Kind in Bayern erlernen sollte. Mit dem neuen Bayerischen Sportgesetz und den darin verankerten Möglichkeiten zur Stärkung des Kinder- und Jugendsports eröffnen sich zusätzliche Chancen, Bewegung und sportliche Grundfertigkeiten von jungen Menschen nachhaltig zu fördern. Gemeinsam mit seinen Sportvereinen und Sportfachverbänden setzt sich der BLSV dafür ein, Kindern und Jugendlichen frühzeitig den Zugang zu Sport und Bewegung zu ermöglichen und damit die Basis für ein lebenslanges Sporttreiben zu schaffen.