Unterfranken
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Ehren­amts­preis­ver­lei­hung des Baye­ri­schen Landes-Sport­ver­ban­des im Bezirk Unter­fran­ken 2026

Die Ehren­amts­preis­ver­lei­hung des Baye­ri­schen Landes-Sport­ver­ban­des im Bezirk Unter­fran­ken fand auch in diesem Jahr wieder im Fest­saal des Klos­ters der barm­her­zi­gen Schwes­tern vom heili­gen Kreuz in Gemün­den statt.

Begrü­ßung durch den Bezirks­vor­sit­zen­den Klaus Greier

Bezirks­vor­sit­zen­der Klaus Greier begrüßte alle Gäste und bedankte sich bei den beiden Mitar­bei­te­rin­nen der Geschäfts­stelle Tanja Dons­lund und Michaela Straub sowie beim stell­ver­tre­ten­den Bezirks­vor­sit­zen­den Karl-Heinz Hübner für die Vorbe­rei­tung des Ehren­abends sowie bei Jan Bött­ner für die Mode­ra­tion und bei DJ Mitsch Mrasek für die musi­ka­li­sche Umrah­mung der Veranstaltung.

Gruß­worte des neuen Bürger­meis­ters und des neuen Land­rats sowie des Bezirks­tags­vi­ze­prä­si­den­ten und des BLSV-Präsidenten

In ihren Gruß­wor­ten würdig­ten der neue Bürger­meis­ter von Gemün­den Andreas Wirth, der neue Land­rat im Land­kreis Main-Spes­sart Chris­toph Vogel, der Bezirks­tags-Vize­prä­si­dent Thomas Schie­bel, sowie der BLSV-Präsi­dent Jörg Ammon eben­falls die gesell­schaft­li­che Bedeu­tung des frei­wil­li­gen Enga­ge­ments im Sport und brach­ten ihre Aner­ken­nung für die heraus­ra­gen­den Leis­tun­gen der Geehr­ten zum Ausdruck.

Raymund-Schmitt-Ehren­amts­preis für Günter Dietz

Günter Dietz mit Verantwotlichen aus Sport und Politik
Raymund-Schmitt-Preis­trä­ger 2026 Günter Dietz mit dem stv. BLSV-Bezirks­vor­sit­zen­den Karl-Heinz Hübner, dem Bezirks­tags­vi­ze­prä­si­den­ten Thomas Schie­bel, dem BLSV-Bezirks­vor­sit­zen­den Klaus Greier, dem BLSV-Präsi­den­ten Jörg Ammon und dem BLSV-Bezirks­re­fer­ten Sport­ab­zei­chen und Mode­ra­tor Jan Bött­ner.
Foto: Tanja Donslund

Inklu­sion – ein Begriff, der für viele abstrakt bleibt – ist im Sport in Unter­fran­ken untrenn­bar mit dem Namen Günter Dietz verbun­den. Über viele Jahre hinweg hat er dieses Thema mit Leben gefüllt und zu einem zentra­len Bestand­teil seines Wirkens gemacht.

Sein Weg im Sport begann Anfang der 1970er-Jahre nach seiner Zeit bei der Bundes­wehr beim TV Hofheim, dem er bis heute eng verbun­den ist. Dort über­nahm er früh Verant­wor­tung, zunächst in der Männer­turn­gruppe, in der bis heute wöchent­lich Gymnas­tik, Gesund­heits­sport und Volley­ball gepflegt werden. Werte wie Gemein­schaft, Verläss­lich­keit und Freude an der Bewe­gung prägen diese Gruppe bis heute.

1978 wurde Dietz Vorsit­zen­der des TV Hofheim. Zunächst geschäfts­füh­rend tätig, leitete er den Verein anschlie­ßend über beein­dru­ckende 34 Jahre hinweg und entwi­ckelte ihn in dieser Zeit maßgeb­lich weiter.

Sein Enga­ge­ment ging jedoch weit über die Vereins­ar­beit hinaus. Bereits 1986 begann seine Tätig­keit im Turn­gau Schwein­furt-Haßberge, wo er über Jahr­zehnte hinweg verschie­dene Funk­tio­nen ausübte, unter ande­rem als Leiter des Fach­be­reichs Brei­ten­sport sowie als stell­ver­tre­ten­der Vorsit­zen­der mit Verant­wor­tung für die Haßberge.

Auch auf Bezirks­ebene setzte Dietz wich­tige Impulse: Von 2011 bis 2013 sowie erneut von 2015 bis 2023 stand er an der Spitze des Turn­be­zirks Unter­fran­ken. Für seine Verdienste wurde er 2023 zum Ehren­vor­sit­zen­den ernannt.

Darüber hinaus enga­gierte er sich auf Landes­ebene als lang­jäh­ri­ger Inklu­si­ons­be­auf­trag­ter des Baye­ri­schen Turn­ver­ban­des. Beson­ders dieses Thema entwi­ckelte sich zu einer echten Herzens­an­ge­le­gen­heit. Statt theo­re­ti­scher Konzepte setzte Dietz auf prak­ti­sches Handeln: Bereits 2011 initi­ierte er erste inklu­sive Sport­an­ge­bote in Hofheim.

Ein Meilen­stein folgte 2015 mit dem ersten inklu­si­ven Sportfest des TV Hofheim. Seit­dem bringt die Veran­stal­tung jähr­lich Menschen mit und ohne Behin­de­rung zusam­men. Ob beim Sport­ab­zei­chen, bei Mehr­kampf­ab­zei­chen oder beim „Spiel ohne Gren­zen“ – der gemein­same Sport steht im Mittel­punkt. Das Fest ist ein eindrucks­vol­les Beispiel dafür, wie Sport Brücken bauen und Gemein­schaft schaf­fen kann.

Der Erfolg dieses Projekts ist auch dem star­ken Netz­werk zu verdan­ken, das Dietz aufge­baut hat – unter ande­rem mit der Lebens­hilfe, der Rummels­ber­ger Diako­nie sowie zahl­rei­chen Part­nern aus Sport, Poli­tik und Wirt­schaft. Hinzu kommt die Unter­stüt­zung vieler enga­gier­ter Helfe­rin­nen und Helfer.

Ein weite­rer Höhe­punkt seines Wirkens war das Landes­turn­fest 2019 in Schwein­furt. Als Mitglied des Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tees trug Dietz maßgeb­lich zum Gelin­gen bei. Beson­ders hervor­zu­he­ben ist der erst­mals durch­ge­führte Tag der Inklu­sion, den er feder­füh­rend gestaltete.

Auch als Sport­ab­zei­chen­prü­fer ist Dietz seit 1993 aktiv und steht damit beispiel­haft für Konti­nui­tät und Nähe zur Basis. Für seine Verdienste wurde er bereits mehr­fach ausge­zeich­net, darun­ter mit der Turn­gau­pla­kette in Gold (2004) sowie der Ehren­me­daille für beson­dere Verdienste um den Sport in Bayern (2016).

Bei allen Erfol­gen und Funk­tio­nen zeich­net ihn vor allem seine Haltung aus:
Beschei­den­heit, Verläss­lich­keit und ein tiefes Verant­wor­tungs­be­wusst­sein für das Gemeinwohl.

Im Rahmen der Ehrung wurde auch seiner Ehefrau gedankt.
Ohne Unter­stüt­zung des Part­ners ist ein solches ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment nicht möglich.

Mit der Verlei­hung des Raymund-Schmitt-Ehren­amts­prei­ses würdigt der BLSV Bezirk Unter­fran­ken ein Lebens­werk, das weit über den Sport hinaus, wirkt.
Günter Dietz hat Verant­wor­tung über­nom­men, Menschen zusam­men­ge­führt und mit seinem Einsatz ein star­kes Zeichen für Inklu­sion, Gemein­schaft und gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt gesetzt.

Auszeich­nun­gen für heraus­ra­gende Persön­lich­kei­ten aus 9 Sportkreisen

Neben dem Raymund-Schmitt-Preis wurde auch aus 9 der 10 Sport­kreise jeweils eine heraus­ra­gende Persön­lich­keit für ihren ehren­amt­li­chen Einsatz im Sport als Kreis­sie­ger ausge­zeich­net.
Leider hat der BLSV-Kreis Haßberge keinen Ehren­amt­li­chen aus seinen Verei­nen für eine Ehrung vorgeschlagen.

Folgend Persön­lich­kei­ten wurde als Kreis­sie­ger ausgezeichnet:

Aschaf­fen­burg:
Ruth Rosen­ber­ger (Sport­ge­meinde Schim­born)
Lauda­tor Frank Möhrlein


Bad Kissin­gen:
Ange­lika Franz-Fella (TV DJK Hammel­burg)
Lauda­tor: Edwin Metzler


Kitzin­gen:
Rein­hard Hümmer (1. FC Reupels­dorf
)
Lauda­tor: Josef Scheller

Main-Spes­sart:
Norbert Leimeis­ter (FSV Essel­bach)
Lauda­tor Theo Anderlohr


Milten­berg:
Horst Rosen­ber­ger (TV Milten­berg)
Lauda­tor Adolf Zerr


Rhön-Grab­feld:
Michael Geck (WSV Ober­wei­ßen­brunn)
Lauda­tor: Klaus Greier


Schwein­furt:
Peter Wenzel (SV Ober­werrn)
Lauda­tor: Dr. Kurt Vogel


Würz­burg-Land:
Uwe Schö­mig (TSV Günters­le­ben)
Lauda­tor: Burkard Losert


Würz­burg-Stadt:
Jochen Klin­gler (RV Würz­burg)
Lauda­tor: Helmut Radler

Durch das Programm führte in hervor­ra­gen­der Art und Weise Jan Bött­ner, der Bezirks­re­fe­rent für das Sport­ab­zei­chen im Bezirk Unter­fran­ken.
Für die musi­ka­li­sche Umrah­mung sorgte Michaela Mrasek, BLSV Bezirksfrauenreferentin

Alle Ausgezeichneten mit den Laudatoren und den Ehrengästen
Alle Ausge­zeich­ne­ten mit den Lauda­to­ren und den Ehrengästen

Autor: Klaus Greier – Bezirks­vor­sit­zen­der BLSV Unter­fran­ken
Fotos: Tanja Donslund

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