Oberpfalz

Bezirks­ju­gend­tag – bishe­ri­ges Führungs­duo im Amt bestätigt

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Die Neuwah­len beim Bezirks­ju­gend­tag der Baye­ri­schen Sport­ju­gend (BSJ) am 20.01.2024 wurden zu einem Vertrau­ens­be­weis für Michael Weiß und sein künf­tig punk­tu­ell verän­der­tes Führungs­team. Der auch auf Bundes- und Landes­ebene für den Sport­ler­nach­wuchs enga­gierte Further wurde genauso wie seine Stell­ver­tre­te­rin Birgit Dasch­ner einstim­mig in seinem Amt bestä­tigt. Hoch­ran­gige Vertre­ter aus Poli­tik und Sport wie der Baye­ri­sche Staats­mi­nis­ter der Finan­zen und für Heimat Albert Füra­cker, MdL, und der Präsi­dent des Baye­ri­schen Landes­sport­ver­ban­des, Jörg Ammon, bestä­tig­ten der Ober­pfäl­zer Sport­ju­gend im Amber­ger Kongress­zen­trum einen großen Beitrag, dass der Sport so gut durch die Corona-Pande­mie und die andau­ernde Ukraine-Krise gekom­men sei.

Denn mit 4 733 854 Mitglied­schaf­ten, davon über zwei Millio­nen Kinder, Jugend­li­che und junge Erwach­sene, haben die 11 573 Sport­ver­eine in Bayern eine neue Rekord­marke erreicht. Dies gilt auch für die Ober­pfalz, in der die Sport­ju­gend demnächst die 100 000er-Marke im Nach­wuchs­be­reich knacken will. Mehr Mitglie­der bräuch­ten aber auch mehr Übungs­lei­ter, betonte BSJ-Bezirks­chef Michael Weiß, deren Rekru­tie­rung aber immer schwie­ri­ger werden. Dennoch weisen die Zahlen bei deren Aus- und Fort­bil­dung nach der Pande­mie wieder deut­lich nach oben; und auch die Präsenz­ver­an­stal­tung nehmen im Verhält­nis zu den gut genutz­ten Online-Semi­na­ren wieder stark zu.

„Wir bilden jede Lebens­phase in Lehr- und Bildungs­ar­beit ab“, wies Weiß aber auch auf die Heraus­for­de­run­gen der Zukunft hin. Im Elemen­tar­sport starte für die auslau­fende BAER­chen-Förde­run­gen das Pilot­pro­jekt „Beweg­tes Lernen in Krippe und Kita“. Beson­ders gefor­dert seien die Vereine ange­sichts der stufen­wei­sen Einfüh­rung des Rechts­an­spruchs auf Ganz­tags­be­treu­ung für Grund­schul­kin­der ab dem Schul­jahr 2026/27. Dazu orga­ni­sierte die Baye­ri­sche Sport­ju­gend eine erste Runde von Vernet­zungs­tref­fen unter dem Motto „Gemeinsam.Vernetzt.Bewegt. – Sport in Schule und Verein”. Diese Tref­fen – eines davon auch in Schwan­dorf – brach­ten die „Sport-nach‑1“-Verantwortlichen der Schu­len, die Ganz­tags­ko­or­di­na­to­ren und Ansprech­part­ner für Schul­sport der Bezirks­re­gie­rung, die Bezirks- und Kreis­ju­gend­lei­tun­gen sowie die BLSV/BSJ-Refe­ren­ten für Sport in Schule und Verein zusam­men. Als erste Hilfe­stel­lung für die Vereine dient ein Modell mit vier Modu­len, das auch die bewähr­ten Sport­ar­beits­ge­mein­schaf­ten „Sport nach 1“ enthält. Schwie­rig wird es auch für die Frei­wil­li­gen­dienste, insbe­son­dere im Jahr 2025, wenn in Bayern durch die Rück­kehr zum neun­jäh­ri­gen Gymna­sium nahezu ein gesam­ter Abitur­jahr­gang wegfällt.

„Die Baye­ri­sche Sport­ju­gend Ober­pfalz leis­tet seit über 75 Jahren einen wert­vol­len Beitrag für sport­li­ches Mitein­an­der von Kindern und Jugend­li­chen in der Region – und hat damit unsere Heimat mit viel Enga­ge­ment, Zeit und Leiden­schaft bewegt und geprägt!“ betonte Finanz- und Heimat­mi­nis­ter Albert Füra­cker im Rahmen seines Gruß­worts. „Die wich­tige Arbeit der baye­ri­schen Sport­ver­eine verdient nicht nur große Aner­ken­nung, sondern auch eine starke Förde­rung. Daher haben wir die Mittel im baye­ri­schen Haus­halt allein in den letz­ten fünf Jahren von rund 56,8 Millio­nen Euro auf rund 82,1 Millio­nen Euro erhöht!“, so Füra­cker weiter. Seinen Dank sprach er gegen­über allen Enga­gier­ten aus: „Ein herz­li­ches Vergelt’s Gott an alle, die sich haupt- und ehren­amt­lich mit viel Enga­ge­ment für den Kinder- und Jugend­sport vor Ort stark machen!“.

In seinem Dank an den Minis­ter unter­strich Michael Weiß, dass die enorme staat­li­che Unter­stüt­zung für den Sport seit 2020 den Verei­nen und Verbän­den viel Sicher­heit im Kampf gegen die Folgen von Corona und Ener­gie­krise gege­ben hätte.

Wie Staats­mi­nis­ter Füra­cker, MdL, betonte auch der 2. Amber­ger Bürger­meis­ter und Bezirks­rat Martin Preuß die Wert­schät­zung für das Ehren­amt, denn immer­hin 41 Prozent der baye­ri­schen Bevöl­ke­rung über 18 Jahren enga­gie­ren sich unent­gelt­lich in der Gesell­schaft. Die Baye­ri­sche Sport­ju­gend leiste dabei einen unschätz­bar wert­vol­len Beitrag für die heran­wach­sende Gene­ra­tion, denn der Sport fördere auch Tugen­den wie Fitness, Team­geist und Durch­hal­te­ver­mö­gen, die gerade junge Menschen im gesam­ten Leben brau­chen. Preuß stellte zudem die Sport­för­de­rung durch den Bezirk Ober­pfalz, der vor allem die Übungs­lei­ter-Ausbil­dung unter­stützt, und durch die Stadt Amberg, die einen hohen Anteil Jugend­li­cher in den Verei­nen beson­ders belohnt, in seinem Gruß­wort heraus. 

„Das Geld ist im Sport am besten aufge­ho­ben“, sagte BLSV-Präsi­dent Jörg Ammon, und erin­nerte an die Corona-Pande­mie, in der für den Dach­ver­band die Gesund­heit der Menschen stets im Mittel­punkt stand, frei­lich immer mit dem Ziel, möglichst schnell den Sport­be­trieb neu zu star­ten. Jetzt gelte es, den baye­ri­schen Sport für die Zukunft weiter­zu­ent­wi­ckeln. Man müsse die Kinder nicht nur für den Verein gewin­nen, was gerade in der Alters­gruppe von zehn bis zwölf Jahren gut gelingt, sondern sie auch beim Sport halten. Für die Zusam­men­ar­beit mit den Schu­len brau­che es Stra­te­gien, um mit Bewe­gung und Ernäh­rung einen Beitrag zu einer posi­ti­ven Entwick­lung der Jugend zu leis­ten. Für die Ehren­amt­ler forderte Ammon nicht nur Aner­ken­nung und Wert­schät­zung, sondern auch größere steu­er­li­che Vorteile.

Beson­ders freute sich Michael Weiß, dass mit Phil­ipp Seitz jetzt ein ehema­li­ges Mitglied der BSJ-Bezirks­füh­rung an der Spitze des Baye­ri­schen Jugend­rings (BJR) steht, dessen größ­ter Mitglieds­ver­band wiederum die Sport­ju­gend ist. In seinem Gruß­wort betonte der „Kämp­fer für die Jugend­ar­beit in Bayern“, wie Weiß Seitz titu­lierte, die gute Part­ner­schaft zwischen BJR und Poli­tik einer­seits sowie BJR und Sport­ju­gend ande­rer­seits, die extrem gehol­fen habe, die Folgen von Pande­mie und Finanz­krise zu über­win­den. „Die Ober­pfäl­zer Sport­ju­gend ist ein verläss­li­cher Part­ner“, sagte Seitz, der insbe­son­dere das weit über den Bezirk hinaus­ge­hende Enga­ge­ment von Michael Weiß würdigte. Gemein­sam wolle man jungen Menschen Orien­tie­rung geben und sich sowohl für ihre körper­li­che Fitness als auch für ihre psychi­sche Gesund­heit einsetzen.

Bei den Ehrun­gen verlieh Phil­ipp Seitz die höchste Auszeich­nung des Baye­ri­schen Jugend­rings an Martina Weiß „für heraus­ra­gende Verdienste in der Jugend­ar­beit“. Mit BSJ-Ehren­na­deln wurden ausge­zeich­net: die schei­dende Beisit­ze­rin Gabriele Raab (Gold mit Kranz), der BSJ-Bezirks­vor­sit­zende Michael Weiß (Silber mit Gold), seine Stell­ver­tre­te­rin Birgit Dasch­ner (Gold) und die BSJ-Kreis­vor­sit­zende Neumarkt, Michaela Dörf­ler (Silber).

Stets Einstim­mig­keit herrschte bei den Neuwah­len der BSJ-Bezirks­vor­stand­schaft: Im Amt bestä­tigt wurden Vorsit­zen­der Michael Weiß und seine Stell­ver­tre­te­rin Birgit Dasch­ner. Neue Jugend­spre­cher sind Maxine Edl und Ludwig Song­sare Mgbatou.

Als Beisit­zer wähl­ten die 49 Dele­gier­ten des Bezirks­ju­gend­ta­ges Julia Stang, Lena-Maria Völkl, Martina Weiß (alle bestä­tigt), Fran­ziska Karg-Röckl, Stefan Merkl, Sandra Aich­ner, Detlef Staude und Fran­ziska Anneser (alle neu).

Die neue Bezirks­ju­gend­lei­tung mit dem wieder­ge­wähl­ten Vorsit­zen­den Michael Weiß (3.v.l.)

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