Hitzerekorde, Hallen und Hörsaal voll motivierter Menschen, das war der Übungsleiter*in Kongress „Frauen im Sport“ in Oberhaching
Bereits die ersten Sätze der Begrüßung hoben die Spannung und Erwartungen spürbar an. Diese Weiterbildung unterscheidet sich: Der Zweck des Kongresses ist es, den Teilnehmenden Anregungen für ihre persönlichen Stunden und für ihre individuelle Entwicklung zu geben. Vorteile für das Ehrenamt, den Verein und die Sportler.
Die Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion wurden mit persönlichen Worten vorgestellt. Leona Steinberger , Bezirksfrau Mittelfranken, die Initiatorin anderer Formate.
Gabriele Plutka, die starke Vorsitzende des TV Gernlinden, die gegen einen Mann antrat weil sie nicht nur nörgeln, sondern verändern wollte.
Ulrike Bracht, „never give up“. Fußballerin bis ihre Gesundheit sie ins Aus zwang – sie suchte und fand neue Wege.
Moderatorin Katharina M. Schwarz, kompetent, kraftvoll. Sie erinnert uns immer wieder an Möglichkeiten und Stärken. Führte die Podiumsdiskussion souverän, einfühlsam und kompetent.

Sie erkundigte sich nach Herausforderungen und Motivation. Warf die Frage in den Raum, ob Frauenbeiräte veraltet und nicht mehr zeitgemäß sind? Beim Wort „veraltet“ reagierte das Publikum sofort und brachte in Windeseile Aufklärung. „Veraltet und überholt, wenn wir Gleichstellung in allen Bereichen erfahren haben.“
Bei der Frage: „wo würdest du deine Priorität bei einer Veränderung setzen?“, stellte bei der Beantwortung Schwierigkeiten dar. Emotional gesehen? In politischer Hinsicht? Finanziell?
Alle waren verpflichtet, an den Teilen „Safe Sport“ und „Prävention sexualisierter Gewalt“ teilzunehmen. Dabei ging es um Sensibilisierung, das Überdenken von Denkmustern sowie um Theorie und Praxis. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass ab 2027 für alle Vereine ein Schutzkonzept Voraussetzung für Förderungen ist.
Kommunikationsmuster erkennen. Sowohl die weiblichen als auch die männlichen. Die Sprache der Macht erkennen. Strukturen und Muster erkennen. Verhalten anpassen, auf Herausforderungen reagieren. Eine Teilnehmerin erwähnte, dass die Erkenntnis, nicht die Einzige zu sein, die von diesen Situationen betroffen ist, ihr ebenfalls Kraft gibt.
Die Stundenprofile von Hula bis Pre Pilates, von Yoga bis Pound, von Faszienrollen bis Reaktivhanteln und mehr haben bei allen Anklang gefunden.
Stimmen der Teilnehmer*innen:
„Ulrike Bracht und Selbstverteidigung (Heike Bittner), gerne länger“
„Mir haben alle Kurse gefallen an denen ich teilgenommen habe. Ich habe neue Sportarten und Techniken kennengelernt und die Referentinnen waren wirklich gut und hilfsbereit.“
„Super Podiumsdiskusson, Workshops hätten länger sein dürfen.“
„Raumbeschriftungen hätten besser sein können“.
Persönlich kamen Dank, Umarmungen und Aussagen:
„Ich bin rundum zufrieden und glücklich. Machen wir es in vier Jahren wieder?“
Was wünsche ich mir für die Zukunft? Dass mehr Männer „Frauenthemen“ nicht als reines Frauenthema sehen.
Was ich mitnehme: „Meine Sorge ob neue Wege angenommen werden und es wirklich die Bereicherung bringt, wie ich sie mir vorstellte, war unbegründet“.
Bärbel Padilla-Ottl



alle Fotos: Bärbel Padilla-Ottl