Heute richtet sich der Blick weltweit auf das Schicksal von Millionen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und würdigt ihre Stärke und Widerstandskraft. Der Weltflüchtlingstag erinnert daran, dass Fluchtbiografien nicht nur von Verlust und Unsicherheit geprägt sind, sondern auch von Mut, Hoffnung und dem Wunsch nach einem Neuanfang. Gerade vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie wichtig Orte sind, die Begegnung ermöglichen – Orte wie die Sportvereine.
Zehn Jahre Engagement für die Integration im Sport
Seit nunmehr zehn Jahren leistet das BLSV-Projekt „Sport schafft Heimat“ genau hier einen entscheidenden Beitrag. Das Jahr 2026 markiert dabei das Jubiläumsjahr des Projekts und hebt die kontinuierliche und engagierte Arbeit besonders hervor. Was 2016 als gezielte Antwort auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen begann, ist heute ein fester Bestandteil der Integrationsarbeit im bayerischen Sport. Ziel des Projekts war und ist es, Menschen mit Fluchtgeschichte den Zugang zum Vereinssport zu erleichtern und damit Teilhabe, Gemeinschaft und Orientierung zu schaffen.
Sport als Türöffner für Gemeinschaft
Denn Sport kann weit mehr sein als Bewegung. Er verbindet Menschen über Sprachbarrieren hinweg, schafft erste soziale Kontakte und vermittelt Werte wie Fairness, Respekt und Zusammenhalt. Gerade für Menschen, die neu in Deutschland sind, kann das Engagement im Sportverein ein wichtiger Schritt sein, um anzukommen, sich einzubringen und ein Stück Alltag zurückzugewinnen.

Wirkung, die sichtbar wird
In der letzten Dekade hat „Sport schafft Heimat“ jährlich bis zu 120 Vereine dabei unterstützt, niedrigschwellige Angebote aufzubauen, Ehrenamtliche zu qualifizieren und nachhaltige Strukturen zu entwickeln. Im Zeitraum 2022 bis 2025 wurden so durchschnittlich rund 4.600 Sportlerinnen und Sportler mit Fluchtgeschichte erreicht. Daraus sind zahlreiche Erfolgsgeschichten hervorgegangen, die zeigen, wie aus ersten Trainingsteilnahmen langfristige Mitgliedschaften, Freundschaften und sogar ehrenamtliches Engagement entstehen können.
Ein Anlass, Danke zu sagen
Am Weltflüchtlingstag 2026 wollen wir den Fokus darauf richten, was in zehn Jahren bewegter Projektgeschichte im Zusammenspiel zwischen Geflüchteten, Sportvereinen, Projektverantwortlichen des Bayerischen Staatsministeriums und dem BLSV alles geleistet wurde. Er ist daher ein wichtiger Moment, um dieses Engagement sichtbar zu machen und „Danke“ zu sagen – an die vielen Vereine, Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie Ehrenamtlichen, die sich tagtäglich für Integration durch Sport einsetzen.
„Das Großartige an dem Projekt ‚Sport schafft Heimat‘ ist, dass die durch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration bereitgestellten Fördermittel direkt dort ankommen, wo sie am meisten gebraucht werden. Uns gelingt es, jährlich rund 100 Vereine niedrigschwellig bei ihrer Integrationsarbeit zu unterstützen. Das ehrenamtliche Engagement und der große Einsatz, der bayernweit geleistet wird, können dabei nicht genug hervorgehoben werden. Mich freut es auch besonders zu sehen, wie zunehmend Menschen mit Fluchtgeschichte selbst ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben und dadurch die Vereinslandschaft mit ihrem Einsatz bereichern.“ Martin Goerlich, Projektkoordinator „Sport schafft Heimat“
Jubiläumsveranstaltung zum Jahresende
Das Jubiläumsjahr 2026 findet seinen Höhepunkt am 05. Dezember mit einer gemeinsamen Feier im Haus des Sports in München. Zusammen mit Vereinen, Engagierten, Projektpartnern und dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration möchte der BLSV auf zehn Jahre bewegende Geschichten, erfolgreiche Integrationsarbeit und gelebten Zusammenhalt zurückblicken. Weitere Einblicke zur Veranstaltung gibt es in den kommenden Monaten.
Gemeinsam in die Zukunft
Mit Blick auf das Jubiläum von „Sport schafft Heimat“ wird zugleich deutlich, wie relevant und notwendig diese Arbeit weiterhin ist. Integration ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess – und der Sport bleibt dafür eine starke, verbindende Kraft. Somit wird sich der BLSV gemeinsam mit seinen Vereinen auch in Zukunft dafür einsetzen, dass Sport für alle zugänglich ist, unabhängig von Herkunft oder Fluchterfahrung.
| „Sport schafft Heimat“ ist ein zu 100% durch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration gefördertes Projekt, welches inhaltlich an den Strukturen des Programms „Integration durch Sport“ ansetzt. Das IdS Beratungsteam im BLSV steht für weitere Fragen zur Verfügung: Telefon: +49 89 15702 334 E‑Mail: martin.goerlich@blsv.de |
