BLSV-Vizepräsident Otto Marchner führte durch die Großvereinetagung und bekannte sich dazu, ein Fan des Kindersportschulen-Konzeptes zu sein.
Wolfgang Beck, Präsident des TV 1848 Erlangen, sprach ein emotionales Grußwort.

13. Oktober 2012

Wertvolle Impulse für die Vereinsarbeit

 

Der Geschäftsbereich Breitensport lud auch in diesem Jahr wieder alle Sportvereine, die mindestens 1500 Mitglieder zählen, zur Großvereine-Tagung ein. Über 70 ehren- und hauptamtliche Vereinsvertreter nutzten die Chance, sich während der zweitägigen Veran-staltung über verschiedenste Themen zu informieren. Als Tagungsstätte fungierte die Jahnhalle des TV 1848 Erlangen, der mit vier Liegenschaften, zwei vereinseigenen
Fitness-Studios, einer Kindersportschule und knapp 7.000 Mitgliedern zum Kreis der in-novativsten und aktivsten bayerischen Sportvereine gerechnet werden kann (ausge-zeichnet mit Quantensprung 2010 und LEW-Energieeffizienz-Preis).

Im Rahmen der Begrüßung der Vereinsvertreter hob BLSV-Vizepräsident Otto Marchner die Bedeutung des intensiven Austausches zwischen den Großvereinen und dem BLSV hervor: „Wir wissen, dass Sportvereine in Abhängigkeit von ihrer Größe vor verschiedenen Herausforderungen stehen. Uns ist es wichtig, den direkten Kontakt mit Ihnen zu pflegen, Sie zu unterstützen und so einen Beitrag zur Qualitätssicherung des sportlichen Angebotes in Bayern zu leisten.“ Um die Tagung möglichst effektiv und lösungsorientiert gestalten zu können,  wurden die Teilnehmenden bereits im Vorfeld zu den einzelnen Schwerpunktthemen befragt. Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse wurden zu Beginn der verschiedenen Tagesordnungspunkte vorgestellt und boten in Kombination mit den Vorträgen die Grundlage für fruchtbare Diskussionen.

Zum Auftakt der Tagung stand das Thema „Sport in der Ganztagsschule“ auf der Agenda. Nachdem Dr. Natalie Schwägerl verschiedene Möglichkeiten der Kooperation von Sport-vereinen und Schulen aufgezeigt hatte, berichtete Heike Striegl von den Erfahrungen, die der ATV Frankonia Nürnberg in den letzten Jahren bei der Gestaltung von Sport- und Be-wegungsangeboten im Bereich des schulischen Ganztages gemacht hat. Anschließend wurde von Otto Marchner und Dr. Susanne Burger, der Leiterin des BLSV-Geschäftsbereiches Breitensport, die Austauschplattform zu den Themen Kindersport-schule, Bundesfreiwilligendienst, hauptamtliches Personal im Sportverein und BLSV-Bildungsangebote moderiert. Nach einer Pause referierte BLSV-Vizepräsident Jörg Ammon über die aktuelle Besteuerung von Großvereinen. Besonderes Augenmerk legte er hierbei auf steuerliche Fallstricke bei Gebühren für Kursangebote und Beiträge für vereinseigene Fitness-Studios.

Das Thema Fitness-Studio im Sportverein wurde am zweiten Tag aus weiteren Perspekti-ven beleuchtet. Jörg Bergner, Geschäftsführer des TV 1848 Erlangen, führte die Tagungs-teilnehmer durch das „TV Vital“ genannte Fitness- und Gesundheitszentrum seines Vereins und zeichnete in einem Vortrag die Entwicklungsschritte des „TV Vital“ von der Planung über die Realisierung bis hin zum Betrieb nach. Am Beispiel des MTV Bamberg wurden von Geschäftsführer Wolfgang Dengler Aspekte der stetigen Weiterentwicklung eines Gesundheitszentrums dargestellt. Mit großem Interesse verfolgten die Vereinsvertreter am Ende der Tagung den Vortrag von Markus Ott über die neuen Sportförderrichtlinien beim Bau und der Sanierung von Sportstätten. Der Leiter des zuständigen BLSV-Referates hob in seinem Vortrag unter anderem den neu eingeführten Kleinantrag hervor, der Anträge bis zu 150.000 Euro förderfähige Kosten umfasst und minimal-bürokratisch gestaltet ist. Für die übrigen Anträge wird zukünftig ein Kriterienkatalog, der die Innovationskraft und die Entwicklungstendenzen der Vereine bewertet, eine Gewichtung vornehmen.

 

Über 70 Vereinsfunktionäre informierten sich in der denkmalgeschützten Jahnhalle des TV 1848 Erlangen über aktuelle Sporttrends, zukünftige Tätigkeitsfelder und steuerliche Fallstricke.