„Genera­tion Z“ im Fokus des BLSV: Kinder und Jugend­li­che in Sport und Bewe­gung bringen

Medien-Information Nr. 30/2021 vom

Ein Rück­blick auf die von der Corona-Pande­mie gepräg­ten Monate der Jahre 2020 und 2021 sowie ein Ausblick auf das kommende Sport­jahr 2022 waren die Kern­the­men eines digi­ta­len Sport­pres­se­ge­sprächs des Baye­ri­schen Landes-Sport­ver­ban­des (BLSV). Die größte Heraus­for­de­rung für den orga­ni­sier­ten Sport für die Zukunft sei, so BLSV-Präsi­dent Jörg Ammon, „Kinder und Jugend­li­che wieder in Sport und Bewe­gung zu bringen“.

Weitere Themen der Online-Pres­se­kon­fe­renz, die neben BLSV-Präsi­dent Jörg Ammon von Werner Lech­ner (Aufsichts­rats­vor­sit­zen­der BLSV) und Prof. Dr. Susanne Burger (BLSV-Geschäfts­füh­re­rin) mode­riert wurde, waren die Auswir­kun­gen der Corona-Pande­mie auf die Mitglie­der­zah­len und Finan­zen des BLSV, die Betei­li­gung des Verbands an der Impf­kam­pa­gne des Frei­staats Bayern, die posi­tive Entwick­lung im Sport­stät­ten­bau sowie die bereits erfolg­ten und weiter­hin erfor­der­li­chen Inves­ti­tio­nen des BLSV in digi­tale Systeme.

Fokus auf „Genera­tion Z“ der 11- bis 25-jähri­gen Sport­le­rin­nen und Sportler

Bei den Mitglie­dern verzeich­nen die im BLSV orga­ni­sier­ten rund 12.000 Sport­ver­eine zum 31. Juli 2021 eine Gesamt­zahl von 4.322.473 Mitglie­dern – im Vergleich zur Vorjah­res­mitte 2020 entspricht dies einem Rück­gang von 3,2 %. Insbe­son­dere bei den Kindern (- 8,9%) und Jugend­li­chen (- 2,8%) muss­ten die Sport­ver­eine in diesem Zeit­raum einen deut­li­chen Rück­gang hinneh­men. Auch wenn die Mitglie­der­zah­len im BLSV nach einem voll­stän­dig durch die Corona-Pande­mie gepräg­ten Jahr 2020 seit der Öffnung des Sports im Juni 2021 nun wieder anstei­gen, gilt es in Zukunft, insbe­son­dere Kinder und Jugend­li­che der „Genera­tion Z“ (11 bis 25 Jahre) für mehr Sport und Bewe­gung zu begeistern.

BLSV-Geschäfts­füh­re­rin Prof. Dr. Susanne Burger zur Ziel­set­zung des BLSV: „Zusam­men mit unse­rer Sport­ju­gend und unse­ren Wissen­schafts­part­nern arbei­ten wir gerade an einem Lebens­zy­klus­mo­dell. Hier­bei steht für uns insbe­son­dere die „Genera­tion Z“ im Mittel­punkt – also dieje­ni­gen Sport­le­rin­nen und Sport­ler, die auf Nach­hal­tig­keit und gesunde Ernäh­rung Wert legen, einen großen Freun­des­kreis haben und sowohl in der analo­gen als auch in der digi­ta­len Welt zu Hause sind. Insbe­son­dere diese Ziel­gruppe müssen wir für mehr Sport und Bewe­gung begeis­tern und konkrete Ange­bote entwi­ckeln.“ Auch vom Große­vent der Euro­pean Cham­pions­hips 2022 in München erwar­tet sich der BLSV eine Sogwir­kung für Bayerns Sport: „Wir wollen den Turbo der Euro­pean Cham­pions­hips nutzen, um noch mehr Kinder und Jugend­li­che für den Vereins­sport zu begeis­tern“, so Susanne Burger.

Inves­ti­tio­nen in die Zukunft: Sport­stät­ten­bau und Digitalisierung

Das vergan­gene Jahr war, so BLSV-Präsi­dent Jörg Ammon, für den orga­ni­sier­ten Sport eine gewal­tige Heraus­for­de­rung: „Es war wie in einem Schnee­feld: Keiner hat Wege gese­hen, man wusste nur, irgendwo ist eine Glet­scher­spalte“. Dennoch sei der baye­ri­sche Sport, so der Präsi­dent weiter, „gut durch die Pande­mie gekom­men“. Dies bekräf­tigte auch Werner Lech­ner, der Vorsit­zende des BLSV-Aufsichts­ra­tes, dessen Aufgabe gemein­sam mit dem Wirt­schafts­rat die Kontrolle des opera­ti­ven Geschäfts ist: „Der Jahres­ab­schluss des BLSV für 2020 hat erneut einen unein­ge­schränk­ten Bestä­ti­gungs­ver­merk der unab­hän­gi­gen Wirt­schafts­prü­fer erhal­ten. Außer­dem hat der Verband einen Compli­ance-Codex beschlos­sen, der nun umge­setzt wird“.

Seit Beginn der Corona-Pande­mie in 2020 haben viele Sport­ver­eine die Zeit sinn­voll genutzt und ihre Sport­stät­ten saniert und erneu­ert. Mit mehr als 1.600 Bauan­trä­gen seit Juni 2019 bewegt sich das Antrags­vo­lu­men auf einem Rekord­ni­veau. Insge­samt wurden Gesamt­in­ves­ti­tio­nen von mehr als 203 Mio. Euro getä­tigt, spezi­ell das Sonder­pro­gramm für struk­tur­schwa­che Regio­nen des Frei­staats Bayern hilft hier bayern­weit – sowohl dem baye­ri­schen Sport als auch als Konjunk­tur­pro­gramm für die heimi­sche Wirtschaft.

Ein Modell­bei­spiel für den hohen Stel­len­wert des Sport­stät­ten­baus wird auch im BLSV im ober­frän­ki­schen Bischofs­grün gerade Reali­tät: Mit dem neuen Sport­camp Nord­bay­ern, das Mitte Septem­ber einge­weiht wird und im Herbst 2021 öffnen soll, steht ein abso­lu­tes Leucht­turm­pro­jekt des baye­ri­schen Sports kurz vor der Fertigstellung.

Ein weite­rer maßgeb­li­cher Erfolgs­fak­tor neben dem Sport­stät­ten­bau ist die Digi­ta­li­sie­rung. Um alle Sport­ver­eine auch während der Corona-Pande­mie opti­mal errei­chen zu können, war neben dem BLSV Service-Center und den digi­ta­len Medien des BLSV über Website, Social Media und Vereins­mai­lings insbe­son­dere die digi­tale Platt­form BLSVdi­gi­tal ein entschei­den­des Plus. Diese digi­tale Schnitt­stelle des BLSV zu den rund 12.000 Verei­nen wird konti­nu­ier­lich noch weiter ausge­baut und weiterentwickelt.

Impfun­gen und ein Wunsch für den Herbst: Kein weite­rer Lock­down im Sport!

Zu den weite­ren Perspek­ti­ven für das kommende Sport­jahr steht die Rich­tung des BLSV fest, wie Präsi­dent Jörg Ammon auch im Pres­se­ge­spräch noch einmal betonte: „Impfen ist eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Aufgabe. Wir sind der Meinung, dass Impfun­gen der einzige Weg aus der Pande­mie zurück in ein norma­les Sport­le­ben sind.“ Ebenso wie der BLSV unter­stüt­zen viele Vereine die Impf­kam­pa­gne des Frei­staats Bayern und bieten im Verein Impf­ak­tio­nen an.

Zum Abschluss des Pres­se­ge­sprächs formu­lierte BLSV-Präsi­dent Jörg Ammon noch einen Wunsch an die Poli­tik: „Unsere Forde­rung an die Poli­tik ist, dass es keinen neuen Lock­down im Herbst geben darf. Aus unse­rer Sicht sind mit dem 3G-Konzept – geimpft, getes­tet, gene­sen – auch keine weite­ren Einschrän­kun­gen im orga­ni­sier­ten Sport nötig.“

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