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Olympia-Abend 2012 in der Lederer Kulturbrauerei

„Wenn die Deutsche Olympische Gesellschaft einlädt, dann ist das wie eine Familienfeier“, so der Vorsitzende der DOG Bezirksgruppe Mittelfranken und Altoberbürgermeister, Dr. Peter Schönlein. Und es war wirklich, als ob alle Anwesenden irgendwie zuhause in der gemeinsamen „guten Stube“ sitzen und zusammen der Eröffnung der Olympischen Spiele in London entgegenfiebern. Dr. Schönlein begrüßte dabei in Vertretung des Oberbürgermeisters, das Mitglied der DOG und Mitglied der Sportkommission im Nürnberger Rathaus, Frau Renate Blumenstetter, sowie Angelika Weikert Mitglied des Landtags, zahlreiche Ehrengäste aus dem Nürnberger Sportgeschehen, darunter den Vizepräsidenten des BLSV Jörg Ammon, den Leiter des Sportservice Nürnberg, Jürgen Thielemann, Kreisvorsitzenden Herbert Dötschel, sowie erfolgreiche Olympioniken vergangener Jahrzehnte aus der Stadt und Region um Nürnberg , allen voran die Leichtathletik-Legende Karl-Friedrich Haas, der sowohl 1952 in Helsinki, als auch 1956 in Melbourne am Medaillenspiegel der Deutschen beteiligt war. Er kennt auch das Gefühl , die deutsche Fahne allen Sportlern voran ins Stadion zu tragen, da er 1956 in Melbourne dazu auserwählt war. Auch der Segler und ehemalige Bronzemedaillengewinner Jörg Spengler und Bronzemedaillengewinner im Boxen Günther Meier waren begeistert begrüßte Gäste des Olympia-Abends der DOG.

Charly Krestel hatte die Lederer Kulturbrauerei mit einem wunderbaren „Olympischen Bufett“ im Vorfeld und entsprechend liebevoller Betreuung wie in ein Wohnzimmer für alle DOG-Gäste verwandelt. Man fühlte sich sehr wohl, auch wenn die hohen Temperaturen des 27. Julis mit der damals wärmsten Nacht des Jahres eher zum Verweilen draußen im Lederer Biergarten lockten. Die Großbildleinwand stand neben den dekorativen Braukesseln und irgendwie konnte man für dieses Ereignis keine bessere Lokalität wählen. Fränkische Gemütlichkeit zur Eröffnung der Spiele in London. Musikalische Begleitung, sowie Tanzeinlagen, die bereits auf  das Gastland England einstimmten. In kabarettistischen Wortspielen von Oliver Tissot erfuhr man viel Wissenwertes über die Geschichte der Olympischen Spiele. Seit 1894 und dem „Erfinder“ Pierre de Coubertin, der die Wiederbelebung der Olympischen Spiele damals in Gang brachte, wurde die Zeit praktisch in  Olymiaden gerechnet. Dabei ist die „Olympiade“ eigentlich der Zeitraum zwischen zwei Olympischen Spielen und der beträgt 4 Jahre, gerechnet ab den Sommerspielen. Tissot erwähnte auch die vier Nürnberger Sportler, die bei der Deutschen Mannschaft mit einliefen und die Sportarten Hockey, Ringen und Taekwon Do vertreten sollten. Der Ringer Tim Schleicher mit guten Chancen auf eine Medaille. Olympia-Bildbände vergangener Jahrzehnte lagen zur Information für alle Gäste aus und durften sogar mit nach Hause genommen werden.

Eine überraschend traditionell gestaltete Eröffnungsfeier, die die Geschichte des Gastgeberlandes sehr beeindruckend darstellte, zog die Zuschauer anschließend in ihren Bann. Das weltbekannteste Emblem, die Olympischen Ringe, aus Stahl geformt, auch im Zeichen der wirtschaftlichen Entwicklung Englands in der Neuzeit der Spiele. Begeisternd auch zu sehen, dass der ursprüngliche Gedanke Coubertins, durch sportliche Ausbildung den ganzen Menschen in der Einheit von Körper Seele und Geist zu erfassen und zu formen, sowie die Idee über die Olympischen Spiele den nationalen Egoismus für kurze Zeit aufzuheben und damit zum Frieden und internationalen Verständnis beizutragen, bis heute deutlich spürbar ist und nichts an Aussagekraft verloren hat. Die Augen der Fahnenträger beim Einzug ins Stadion zeigten allesamt den gleichen aussagekräftigen Blick eines Momentes, den man als Sportler sicher im Leben nie vergisst. Weit nach Mitternacht wurde das Olympische Feuer dann entfacht.

England krönte so wohl die vielen erfreulichen Feiern der letzten Monate im Königshaus noch zusätzlich mit der Eröffnung der diesjährigen Olympiade durch die Queen.


Uschi Friedmann
( BLSV Kreis Nürnberg/ Bezirk Mittelfranken)