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„Wir retten Leben !“ - 100 Jahre DLRG

Der Sport-Service und der BLSV gratulieren zum Hundersten (v. l. n. r. Uschi Friedmann, Jürgen Thielemann, Claudia Knoblich (DLRG), Jörg Laubenstein (DLRG), Herbert Dötschel und Arif Tasdelen)

Die freiwilligen Helfer in der Not

Die Idee, außer dem Schwimmen auch das Retten aus Gefahren im Wasser zu lehren, wurde ursprünglich hauptsächlich von Sport- und Schwimmvereinen propagiert. Die Gründung der DLRG im Jahre 1913 hatte zur Folge, dass sich die Nürnberger Wasserretter aus den damaligen Schwimmern in den Sportvereinen dieser Organisation unmittelbar anschlossen. Seither ist Nürnberg in Bayern einer der DLRG-Schwerpunktstationen. So ist der fränkische Raum mit vielen Wachstationen an den fränkischen Seen, sowie ein umfangreicher Sanitätsdienst auf Veranstaltungen, die Stärken der Nürnberger DLRG.

Die Unverzichtbarkeit der DLRG, die mit vielen Tausenden ehrenamtlichen Stunden im Jahr die größte freiwillige Wasserrettung der Welt darstellt, wurde in besonderem Maße durch die Reden und Darstellungen bei der 100-Jahres-Feier im Heilig-Geist-Saal deutlich. Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly schilderte in seiner Festrede für die Stadt Nürnberg die Entstehung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft aus der Bürgerschaft. Die DLRG sollte Solidarität unter den Bürgern bezeugen. Hilfe zur Selbsthilfe. Aus dem Slogan „Jeder Nichtschwimmer ein Schwimmer – jeder Schwimmer ein Retter“, der heute noch Leitspruch ist, entstand die Motivation und der Sinn der Lebensrettung im Wasser und damit eine riesige Hilfsorganisation.

Fast 200 Gäste verfolgten die Feier am 27. April. Auch der Sportservice der Stadt Nürnberg Nürnberg mit Leiter Jürgen Thielemann, sowie der BLSV Kreis Nürnberg gratulierten dem DLRG-Kreisverbandsvorsitzenen Jörg Laubenstein mit den Vertretern Herbert Dötschel als BLSV-Kreisvorsitzender, Arif Tasdelen als BLSV-Sportabzeichenreferent und Uschi Friedmann als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im BLSV-Kreis Nürnberg.

Beeindruckend die Schilderungen der Redner, u.a. auch Dieter Kunad als ehemaliger Präsident der DLRG-LV Bayern e.V. Im Verbund mit  fünf anderen Hilfsorganisationen werden u.a. auch Großveranstaltungen in Nürnberg, wie das Norisringrennen, Rock im Park helfend begleitet. Aber auch Naturkatastrophen können im Notfall schützend für die Bevölkerung leichter bewältigt werden. Mit dem Hinweis, dass „Helfen unteilbar“ sei, gratulierte auch Walter Meyer, als ehemaliger Sprecher der ArGe HiOrg Nürnberg und BRK Kreisbereitschaftsleiter. Auch er vermittelt kurz die Entwicklung des Engagements in Nürnberg, ehemals begonnen im Stadionbad oder Volksbad.

Auf dem Hans-Sachs-Platz konnten anschließend Einsatzfahrzeuge und Boote besichtigt werden. Der Shanty-Chor der Wasserschutzpolizei unterhielt die Besucher. Die Einsatzvorführungen am und im Wasser mussten wegen der gerade mal ca. 10 Grad Außentemperatur abgesagt oder stark eingeschränkt werden.

Die Festschrift der DLRG zeigt mit vielen Bildern auch aus den zurückliegenden Jahrzehnten das vielseitige Engagement für die Nürnberger Bürger, die Verlässlichkeit, Kompetenz und stete Präsenz bei allen Veranstaltungen am und im Wasser. Vielen Jugendlichen und Erwachsenen wird hier im Wissen um ihre Hilfe sinnvolle Freizeitgestaltung geboten. So werden häufig auch Sportveranstaltungen helfend und ehrenamtlich unterstützt. Der BLSV gratuliert und dankte mit einem kleinen Geschenk den Helfern in erster Reihe aller Veranstaltungen.

Weitere Infos zur Veranstaltung über www.nuernberg.dlrg.de

Uschi Friedmann
BLSV Kreis Nürnberg