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10. Städteolympiade 2010 in Nürnberg

Die Idee einer Städte-Olympiade, die vor genau 20 Jahren vom damaligen BLSV-Kreisvorsitzenden Günther Stark ins Leben gerufen wurde, kam bereits bei der Eröffnungsfeier am Freitag, den 14. Mai deutlich zum Vorschein.   Rund 800 Teilnehmer,   begeisterte Sportler aus neun deutschen Großstädten samt Trainern und Begleitern, trafen sich in der Bertold-Brecht-Schule, um dort die Olympische Fahne mit dem Logo der Städteolympiade zu hissen und den Olympischen Eid zu geloben.

Nürnberg war dabei der diesjährige Austragungsort und konnte mit der Bertold-Brecht-Schule ( Partnerschule des Leistungssports und Eliteschule des Fussballs )   und freundlicher Unterstützung des Schuldirektors Dr. Schmidt, sowie der Sporthalle des TV Altenfurt für Handball und dem Langwasser Bad für die Schwimmveranstaltungen hervorragende Bedingungen anbieten. Alle Teilnehmer erhielten zu Beginn einen Ausweis, mit dem sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln kostenlos zum jeweiligen Austragungsort fahren konnten und übernachteten in den Schulräumen der Bertold-Brecht-Schule, Betreuer in einem nahen Hotel.

Überhaupt war die Veranstaltung eine organisatorische Meisterleistung der Verantwortlichen bei der Bayerischen Sportjugend, allen voran dem Vorsitzenden Lothar Sölla mit seiner Vertreterin Doris Rottner, unterstützt mit Knowhow und beneidenswerter Übersicht von Michael Voss,   dem Vorsitzenden   des Kreis-Jugendringes und Bildungsreferenten der BSJ.   Auch viele Sponsoren und organisatorische Stützen beim Sportservice und dem BLSV Kreis Nürnberg, wo selbst der Kreisvorsitzende Herbert Dötschel fast rund um die Uhr im Einsatz war, sowie viele andere seiner Vorstandskollegen, die ihr Wochenende der Olympischen Idee zur Verfügung stellten, garantierten einen reibungslosen Ablauf.   Helga Walchshöfer, Kassier des BLSV Kreis Nürnberg übernahm die Organisation im Schwimmbad. Eine Spende von Ulli Hoeness aus der teilnehmenden Stadt München mit 3000 Bratwürsten , kam nach langer Anreise und einem anstrengenden Organisationstag bei allen Sportlern samt Helfern und der Organisations-Crew genau richtig für den ersten Hunger.

Die Begeisterung für Olympia zeigte sich bereits bei der Eröffnungsfeier, wo der Vorsitzende der Deutschen Olymischen Gesellschaft DOG, Dr. Peter Schönlein bei der Begrüßung alle Sportler mit kurzen treffenden   Worten auf die Olympische Idee einstimmen konnte. Im Gegensatz zur großen Olympiade treffen sich hier nicht Sportler aus verschiedenen Nationen, sondern aus süddeutschen Städten und deren ostdeutschen Partnerstädten ( heuer Nürnberg, München, Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt/ Main, Mannheim, Dresden, Leipzig, Halle an der Saale ) und das im 2-Jahres-Rhythmus. Die Auswahl der jeweiligen Sportler wird von den jeweiligen Vertretern der lokalen Sportverbände vorgenommen und ergibt damit vereinsübergreifende Mannschaften.

Das ausgeklügelte Veranstaltungskonzept ließ dabei allen teilnehmenden Jugendlichen das Prinzip der „Olympischen Idee“, Freundschaft, Solidarität im Sport, gedanklichen Austausch und kulturellen Einblick deutlich werden. Im sportlichen Wettkampf maß man sich am folgenden Tag in den Sportarten Fußball, Handball, Basketball, Judo, Schwimmen und Tischtennis. Die Ergebnisse werden gesondert veröffentlicht. Aussagekräftige Fotos unseres Sportfotographen Roland Fengler von der NZ zeigen den Einsatz der jungen Sportler samt Trainern.

Den Abschluß am Abend des Wettkampftages bildete die Siegerehrung mit der Abschlussparty im Gemeinschaftshaus Langwasser. Alma do Samba eröffnete schwungvoll einen unterhaltsamen Abschlussabend.   Silke Otto persönlich stimmte dann die Siegerehrung ein mit der Erfahrung aus ihrer persönlichen olympischen Zeit, dass auch in der Niederlage ein Sieg liegt, vor allem die Erfahrung für das spätere Leben trotz Niederlage den eigenen Weg weiterzugehen und zu sehen, dass Einsatz und Disziplin für sich selbst auf jeden Fall lohnt. Sie überreichte zusammen mit dem Vorsitzenden der Bayerischen Sportjugend Lothar Sölla und den jeweiligen Vertretern aus den Sportverbänden stilecht die Medaillen, bevor die Fahne der Städteolympiade an den nächsten Austragungsort Mannheim übergeben wurde. Aktuelle Sportfotos vom vergangenen Wettkamptag zeigten die jungen Sportler in zwei Fotopräsentationen auf der Leinwand beeindruckend und mit großem Kampfgeist. Vor allem dieser Teil wurde von den jungen Wettkämpfern mit viel Applaus begleitet.

Der eigentliche Sieger oder ein Medaillenspiegel war nicht Mittelpunkt dieses Abschlussabends. Dies zeigt, dass es hier um mehr ging, als sich gegenseitig zu messen. Spaß an der Begegnung im Sport und Stolz für die erbrachte Leistung standen im Vordergrund. Die alkoholfreie Cocktailbar des Jugendamtes der Stadt Nürnberg, ein Foto-Shooting   nach dem Motto „Mach uns eine Szene“ mit Gewinnchance, sowie Partyfieber mit DJ und heißen Rhythmen.

Ein Dankeschön gilt allen Sponsoren und großzügigen Unterstützern dieser Veranstaltung im Sport. Nürnberg konnte sich vor allem durch deren Hilfe als hervorragender Gastgeber beweisen. In der Abschlussrede des Vertreters von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, sah der sportpolitische Sprecher der CSU im Nürnberger Rathaus, Kilian Sendner, es als Selbstverständlichkeit und Entscheidung für den Sport, diese Veranstaltung ermöglicht zu haben. Auch in Zeiten großer Sparsamkeit müsse eine solche Idee unterstützt werden.

Wir danken außerdem folgenden Unternehmen und Sponsoren: Sportservice Nürnberg, Sparkasse Nürnberg, N-ERGIE, VAG, wbg, DOG, Müller Milch, Arvena Park Hotel.


Uschi Friedmann