Immer mehr Bayern treiben Sport im Verein

 Der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) blickt angesichts der aktuellen Mitgliederzahlen positiv in die Zukunft. Insgesamt sind so viele Sportlerinnen und Sportler wie niemals zuvor in den 12.145 bayerischen Sportvereinen organisiert.  (Höhenkirchen-Siegertsbrunn) Auf Initiative des Verbandsbeirates bereist BLSV-Präsident Günther Lommer mit einem Expertenteam im Rahmen der Informationsreihe BLSVdirekt in der ersten Jahreshälfte alle bayerischen Sportbezirke. Ziel ist es, den größtenteils ehrenamtlich geführten Sportvereinen aktuelle sportpolitische Entwicklungen aufzuzeigen, zentrale Themen der Vereinsarbeit in Kurzvorträgen zu erläutern und sich direkt mit den Vereinsvertretern auszutauschen. Die Veranstaltung für den BLSV-Sportbezirk Oberbayern, zu der speziell die Sportkreise München-Land und Ebersberg eingeladen worden waren, fand am 2. März in Höhenkirchen-Siegertsbrunn statt. Mit Johanna Rumschöttel und Gottlieb Fauth konnten die Landräte der beiden eingeladenen Sportkreise als Ehrengäste begrüßt werden. Im Vorfeld der BLSVdirekt-Veranstaltung zeigten sich BLSV-Präsident Günther Lommer, Otto Marchner, der in der Doppelrolle als BLSV-Vizepräsident und Vorsitzender des BLSV-Sportbezirks Oberbayern auftrat, und BLSV-Geschäftsführer Alfred Mayr mit der aktuellen Entwicklung des organisierten Sports in Bayern zufrieden. „Bayernweit sind mit knapp 4,4 Millionen Mitgliedern so viele Sportler wie niemals zuvor von den Sportvereinen an uns gemeldet worden. Das hatten wir so nicht unbedingt erwartet. Allerdings verzeichnen wir weiterhin in der Gruppe der 27- bis 40-Jährigen Verluste. Es braucht neue Konzepte von unserer Seite, etwa das vereinseigene Fitnessstudio, und auf Vereinsseite eine Portion Mut, um dieser Altersgruppe das anzubieten, wonach sie sucht“, so Lommer. Den Blick auf die Zukunft gerichtet, gab Marchner vor, in Oberbayern, das von hohen Zuzugsraten und der Attraktivität des FC Bayern München profitiert, binnen Jahresfrist die 1,5-Millionen-Mitgliedermarke knacken und das attraktive Dienstleistungs- und Fortbildungsangebot für Sportvereine und Übungsleiter weiter ausbauen zu wollen. Die positive Grundstimmung des BLSV und die Gewissheit, weitere Mitgliederzuwächse nur über eine qualitativ hochwertige und innovative Ausrichtung der Vereine erzielen zu können, gab Marchner in seinem Vortrag zu aktuellen Projekten und Aktionen des BLSV an die rund 100 anwesenden Vereinsvertreter, die sich zu BLSVdirekt eingefunden hatten, weiter. Wichtige Informationen rund um das Thema Sportstättenbau wurden von Markus Ott vermittelt. Mit den Ausführungen von BLSV-Vizepräsident Jörg Ammon zur komplexen Materie „Beschäftigungsverhältnissen im Sportverein“ wurde die Reihe der Fachvorträge abgeschlossen.Den Höhepunkt des Abends bildete die emotional gefärbte Rede von BLSV-Präsident Lommer. Dieser bedankte sich bei den anwesenden Vertretern von Politik, Medien und Vereinen für ihren engagierten Einsatz für den Sport. Lommers abschließendem Appell, die Chance zu nutzen und die anwesenden BLSV-Experten an den Kommunikationsinseln mit „Fragen zu löchern“, kam ein Großteil der anwesenden Vereinsvertreter nach.