Erfolgsgeschichte

Die Idee der Kindersportschule – kurz KiSS – stammt aus der Feder des Schwäbischen Turnerbundes (STB). Bereits 1988 wurde die erste Kindersportschule in Weingarten in Baden-Württemberg gegründet. Mittlerweile gibt es in Deutschland über hundert Kindersportschulen. Sie arbeiten alle mit der gleichen oder einer ähnlichen Konzeption.

In Bayern entstand die erste Kindersportschule entstand im Jahr 2000 beim SV Wacker Burghausen. Die KiSS startete damals mit 50 Kindern. Heute betreuen Heiko Hiller und sein Team dort rund 385 Kinder, plus 150 Kinder in der Kindergartenkooperation.

Auf Anregung von Heiko Hiller erwirbt der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) im Jahr 2005 die Berechtigung zur Vergabe der KiSS-Lizenz in Bayern. Dieser gründet in Kooperation mit dem Bayerischen Turnverband (BTV) schließlich die Projektstelle KiSS-Bayern.

Seit Frühjahr 2009 besteht eine Lehrplankommission der KiSS-Projektstelle mit den KiSS-Verantwortlichen des Schwäbischen Turnerbundes. Ziel dieses Zusammenschlusses ist es, Ressourcen zu bündeln und gemeinsame Erfahrungen zu nutzen. Als Orientierung für alle Kindersportschulen erschien aus dieser Kooperation heraus im Jahr 2011 der „Rahmenlehrplan Kindersportschule“.

2015 kann die Projektstelle KiSS-Bayern bereits ihr zehnjähriges Bestehen feiern, die KiSS des SV Wacker Burghausen sogar schon ihr 15-jähriges Jubiläum. Innerhalb des BLSV ist neben dem BTV, der weiterhin Partner ist, seit Anfang des Jahres die Bayerische Sportjugend im BLSV für das Projekt „Kindersportschulen Bayern“ zuständig.

Der Ansatz, eine sportartunabhängige Bewegungsausbildung für Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren anzubieten, ist bei den bayerischen Sportvereinen nach wie vor sehr beliebt, so dass eine neue Rekordmarke geknackt werden konnte: Aktuell bestehen in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken bereits 52 Kindersportschulen, in denen insgesamt etwa 9.050 Kinder aktiv sind. Die Tendenz ist weiter steigend.

Stand: Januar 2017