Sport – die beste Plattform zur Integration

Präsident Günther Lommer zur Übernahme der Versicherungskosten für Flüchtlinge durch den BLSV.

Was hat der Sport in Bayern mit der Flüchtlingsproblematik zu tun? Nichts, werden die meisten spontan sagen. Das mag auf den ersten Blick auch stimmen, sind doch die Aufnahmelager oft weit weg von den Sportplätzen und Hallen unserer Vereine. Der BLSV allerdings hat andere Erfahrungen gemacht und die Hilferufe mancher Vereine ernst genommen, die nicht wussten, wie sie die Aufnahme von Flüchtlingen und vor allem von Flüchtlingskindern in den Sportverein schultern sollten. Der Vereinsbeitrag war da kein Problem. Wie schon bei der Aufnahme von Asylanten war es für die allermeisten der betroffenen Vereinsvertreter keine Frage, dass diese Menschen beitragsfrei Platz im Verein finden sollten, Was aber ist mit denen, die ein wenig Sport treiben wollen, aber nicht gleich Mitglieder werden wollen oder können, da viele ja oft nur einige Zeit in einer Region bleiben? Was tun, wenn sich jemand verletzt? Wer haftet dafür?

Das wiederum war keine Frage für den BLSV. Schnell wurde mit unserem Versicherungspartner ARAG eine spezielle Zusatzvereinbarung ausgehandelt. Der BLSV kann nun allen Mitgliedsvereinen, die Flüchtlingen Sportangebote machen, diese Sorge nehmen (siehe auch das Titelthema der bayernsport-Ausgabe dieser Woche). Das ist der Beitrag des BLSV zur humanitären Aufnahme all dieser Menschen in Not. Der Sport hat schon oft bewiesen, dass er die beste Plattform zur Integration fremder Menschen ist. Sportregeln sind überall auf der Welt gleich, werden auch ohne gemeinsame Sprache verstanden und sind oft das beste Mittel, um traumatisierten Menschen, vor allem Kindern, aus den Alltagsproblemen zumindest zeitweise herauszuhelfen.

Liebe Vereinsvertreter, bitte unterstützen Sie die Aktion des BLSV!

Günther Lommer
BLSV-Präsident