Klima-Tipps

Energie, Ressourcen und CO2 sparen kann jeder!

Klima- und Umweltschutz fangen im Kleinen an. Und jeder Sportverein, jeder Mensch kann seinen individuellen Beitrag leisten.
Das Schöne ist, dass durch die Einsparung von Energie, Ressourcen und Kohlendioxid (CO2) nicht nur Klima und Umwelt, sondern auch die Vereinskasse oder der eigene Geldbeutel geschont werden können. Ein Ansatz, den der BLSV mit dem Projekt Klima-Check bereits seit Ende des Jahres 2009 verfolgt und durch die individuellen Vor-Ort-Beratungen schon vielen Sportvereinen näher gebracht hat.

Nachfolgend haben wir für Sie einige Tipps und Tricks aufgeführt, die Ihnen beim Energie, Ressourcen- und CO2-Sparen helfen können – im Sportverein und zu Hause.

Richtig Strom sparen

• Durch die Verwendung von Mehrfachsteckdosen mit Ein-Aus-Schalter lassen sich mehrere Geräte mit einem Klick vom Netz trennen. Der Stand-by-Modus moderner Geräte wie Fernseher, DVD-Spieler, Stereoanlage, Fax und PC wird so umgangen und Energie gespart.

• Nicht jeder ist ein High-Tech-Experte. Für die meisten Anwender sind Standard PCs oder Laptops ausreichend, die deutlich weniger Energie verbrauchen als Luxuscomputer.

• Verglichen mit Glühlampen können Energiesparlampen, Halogenlampen und LEDs den Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent reduzieren. Da die Lebensdauer moderner Leuchtmittel deutlich länger ist, rechnen sich auch die höheren Anschaffungskosten.

Richtig Wasser kochen

• Nur so viel Wasser erhitzen, wie tatsächlich benötigt wird und während des Erhitzens den Topfdeckel verwenden.

• Verglichen mit dem Elektroherd spart der Wasserkocher beim Erhitzen Zeit und Energie.

• Und wenn zum Erhitzen des Wassers doch der Elektroherd benutzt wird, darauf achten, dass der Durchmesser der Herdplatte nicht größer ist als der des Topfes.

Richtig dämmen – mit einfachen Mitteln

• Um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden, Fenster und Haustüren gegen Zugluft abdichten. In den kalten Monaten empfiehlt es sich diesbezüglich zusätzlich, abends und nachts Rollläden zu schließen und Vorhänge zuzuziehen.

• Damit während der Heizperiode die Wärme in den Raum zurückgestrahlt wird, Heizkörpernischen mit Reflexionsplatten oder Folien auskleiden.

Richtig heizen

• Während der Heizperiode gilt: Jedes Grad Celsius Raumtemperatur zu viel erhöht die Heizkosten um sechs Prozent.

Raumtemperatur-Richtwerte
o Wohn- und Badezimmer: 20-22 Grad
o Küche: 18-20 Grad
o Schlafzimmer: 16-18 Grad
o Diele und Flur: 13-16 Grad

• Während der Nachtstunden die Raumtemperatur um 5 Grad Celsius absenken und bei längerer Abwesenheit (mehr als 2 Tage) die Durchschnittstemperatur auf 12 Grad Celsius einstellen.

• Heizkörper und Thermostatventile nicht mit Möbeln oder langen Vorhängen verdecken – die abgegebene Wärme gelangt sonst nicht in den Raum.

• Alte Heizungsumwälzpumpen können mehr Energie verbrauchen, als ein Elektroherd oder eine Tiefkühltruhe. Neue, hocheffiziente Pumpen lassen sich relativ einfach einbauen und senken dauerhaft Stromkosten und CO2-Ausstoß.

Richtig lüften

• Kurzes und kräftiges Lüften wird als Stoß- oder Querlüften bezeichnet und ist die einzig effektive Form des Lüftens.

• Die Mindestzeit für das Lüften hängt primär vom Unterschied zwischen Zimmertemperatur zu Außentemperatur ab. Je kälter es außen ist, desto kürzer muss gelüftet werden, da die warme, feuchte Luft dann schneller nach außen zieht.

• In den Wintermonaten während des Lüftens das Thermostatventil am Heizkörper schließen.

Richtig Wasser sparen

• Beim Duschen während des Einseifens und Shamponierens den Wasserstrahl abstellen.

• Defekte Armaturen sofort abstellen und reparieren (lassen). Bei Sanierungen im Idealfall Sparduschköpfe und Energiespar-Amaturen einbauen (lassen).

• An Handwaschbecken stehen Einhebelmischer oft in der Mittelposition. Handelt es sich hier nicht um Energiespar-Modelle, fließt Kalt- und Warmwasser als Mischwasser aus dem Hahn.
Da im Gebäude die Warmwasserleitung abgekühlt ist, fließt zunächst nur kaltes Wasser aus dem Hahn. Bis das warme Wasser fließen könnte, ist das Händewaschen oft schon beendet, das ungenutzte Warmwasser kühlt bis zum nächsten Händewäschen in der Leitung aus – ein unnötiger Energie- und Ressourcenverlust.

• In rein als Toilette vorgesehenen Räumen kann – ohne dass der Komfort darunter leidet – auf einen Warmwasseranschluss am Handwaschbecken verzichtet werden.

• Geschirr nicht unter fließendem Wasser, sondern mit einer abgemessenen Wassermenge vorspülen.

• Geschirrspülmaschinen erst anstellen, wenn diese optimal gefüllt sind. Moderne Geschirrspülmaschinen verbrauchen durchschnittlich 10 bis 14 Liter pro Waschgang und sind deshalb im Vergleich zum Geschirrspülen per Hand deutlich effektiver.

• An Toiletten kann man bei modernen Spülkästen zwischen einer kleinen und einer großen Spülung wählen. Dies reduziert den Wasserverbrauch erheblich.

• An rinnenden Spülkästen sofort die Gummidichtung ersetzen – sonst laufen bis zu 200 Liter Trinkwasser pro Tag ungenutzt weg!

Richtig Wäsche waschen und trocknen

• Bei normal verschmutzter Wäsche kann auf die Vorwäsche verzichtet werden – vor allem dann, wenn die Waschmaschine voll beladen ist.

• Bei kleineren Waschmengen unbedingt das Spar-Programm verwenden.

• Auf der Stromrechnung macht sich das konsequente Wählen niedriger Waschtemperaturen bemerkbar.

• Wäschetrockner verbrauchen viel Strom. Wer nicht auf sie verzichten möchte, sollte die Trockenzeit durch gutes Schleudern der Wäsche und das regelmäßige Reinigen des Flusensiebs gering halten.

Richtig kühlen

• Je kühler der Aufstellungsort des Kühlschranks ist, desto geringer ist der Energieverbrauch. Beim Aufstellen deshalb auf Sonneneinstrahlung und die Nähe zu Wärmequellen wie Herd, Heizung oder Spülmaschine achten.

• Die Kühlschranktür nur kurz und selten öffnen, damit sich möglichst wenig Eis bildet.

• Je dicker die Eisschicht an den Innen-/Zwischenwänden von Kühlschränken und Tiefkühltruhen ist, desto höher ist der Stromverbrauch. Deshalb die Geräte regelmäßig abtauen!

• Bei längerer Abwesenheit den Kühlschrank auf kleinster Stufe laufen lassen oder komplett ausschalten. Bei abgeschalteten Geräten die Tür offen stehen lassen – sonst besteht Schimmelgefahr!

Richtig Müll trennen

• Keine Keramik- oder Tonscherben, Glühbirnen, Fensterglas, Spiegel oder Trinkgläser in den Glascontainer geben. Diese gehören in die Restmülltonne oder können über den Recyclinghof entsorgt werden. Vor dem Einwerfen von Glasflaschen, Marmeladengläsern etc. in den Container eine Trennung in  Weiß-, Grün- und Braunglas vornehmen!

• Taschen- und Haushaltstücher, Fotos, Backpapier und Tapeten gehören nicht in das Altpapier sondern in die Restmülltonne. Zu Altpapier zählen unter anderem sauberes Papier, Pappe und Kartons.

• Verpackungen, die mit dem „Grünen Punkt“ gekennzeichnet sind, wie zum Beispiel Tetra-Packs, werden über die gelbe Mülltonne oder den gelben Sack entsorgt. In einigen Kommunen gibt es spezielle Sammelstellen für Verpackungen und Plastik.

• Elektroschrott enthält oftmals wertvolle Metalle, die zurückgewonnen werden können. Ausgediente Elektrogeräte deswegen unbedingt zum Sperrmüll geben oder zum Recyclinghof bringen. Auch Schad- und Giftstoffe, die in den Geräten verarbeitet wurden, können so fachgerecht entsorgt werden.

Richtig ankommen

• Statt mit dem Auto könnten Sportler zur nahegelegenen Sportstätte auch mit dem Fahrrad fahren. Wenn die Sportstätte weiter entfernt liegt, könnten Mannschaftssportler auch Fahrgemeinschaften bilden.

Mehr Mobilitäts-Infos (Link)


• Gleiches gilt für die Teilnahme an Turnieren und Vergleichskämpfen. Im Team anzureisen, schont die Umwelt und kann den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft/des Vereins stärken.

• Anstelle der Bildung von Fahrgemeinschaften ist auch die Nutzung von Carsharing-Angeboten denkbar. Beim Carsharing kann gegen einen geringen Jahres- oder Monatsbeitrag bei einem Anbieter einen Wagen reserviert werden. Diesen holt man am nächstgelegenen Stellplatz ab und bringt ihn auch wieder dorthin zurück. Die Fahrten werden monatlich nach dem Tarif des Anbieters abgerechnet.
Für Sportvereine kann Carsharing eine effektive Möglichkeit sein, Mannschaften/Vereinsmitglieder zu unregelmäßig stattfindenden oder einmaligen Terminen, etwa Auswärtsspielen oder Veranstaltungen, zu transportieren.

 

Quellenangaben und Links

 

• Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/index.htm)

• Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (http://www.bmu.de/energieeffizienz/foerdermittel_beratung/energiespartipps/doc/20219.php)
• Deutscher Olympischer Sportbund (http://www.klimaschutz-im-sport.de/)

• LEW (http://www.lew.de/CLP/energiewissen/energiewissen.asp)

• Abfallratgeber Bayern (http://www.abfallratgeber-bayern.de/index.htm)

• „Der Grüne Punkt“ (http://www.gruener-punkt.de/)