Ausblick: EU-Förderprogramme 2014-2020

Neben dem „Erasmus for all“-Programm werden von 2014 bis 2020 Fördermittel für die EU-Strukturfonds (EFRE, ESF, INTERREG, LEADER) sowie für Programme aus den Bereichen Gesundheit („Health for Growth“), Forschung („Horizon 2020“), Rechte und Bürgerschaft sowie Europa für Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen. 

Die genannten Programme bieten zum Großteil Anknüpfungspunkte für die Förderung sportbezogener Projekte. Um den Sport auch in diesen Programmen fest zu verankern und auf diese Weise zusätzliche Fördermöglichkeiten zu schaffen, ist intensive Lobbyarbeit, wie sie im Bereich der Strukturfonds vom EOC EU-Büro, dem DOSB und den deutschen Landessportbünden betrieben wird, notwendig.

Bislang werden über die Strukturfonds, hier fließen zwischen 2007 und 2013 knapp 26 Milliarden Euro nach Deutschland, nur wenige Sportprojekte gefördert. Die aktuellen Verordnungsvorschläge der Europäischen Kommission für den Zeitraum 2014 bis 2020 sehen ein Gesamtfördervolumen von 336 Milliarden Euro vor, allerdings wird der Sport in den Programmen nicht explizit erwähnt.

Ansatzpunkte für den Sport im Rahmen des EFRE bieten Investitionen in die soziale Infrastruktur, in die Gesundheits- und Bildungsinfrastruktur, die Erschließung des endogenen Potentials durch die Unterstützung der regionalen und lokalen Entwicklung (z.B. Schaffung von Arbeitsplätzen) oder die Unterstützung/Bereitstellung von Dienstleistungen für Unternehmen. Auch der Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung stellt Anknüpfungspunkte für den Sport dar.

Im Rahmen des ESF wird dem Sport der Zugang durch die Ausrichtung des Programms auf soziale Themen wie Integration und Nichtdiskriminierung im Vergleich zur bestehenden Konzeption erleichtert. Empfehlungen des EOC EU-Büros zufolge sollte der organisierte Sport in diesem Zusammenhang auch das Qualifizierungsangebot für Jugendliche ausbauen.