Kooperation zwischen Bayerischer Sportärzteverband mit dem Bayerischen Landessportverband

Die neuen „Sportmedizinische Untersuchungs- und Beratungsstellen“ wurden durch den Bayerischen Sportärzteverband (BSÄV) und den Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung an der Technischen Hochschule in Deggendorf vorgestellt. Die Ärzte beziehungsweise Praxen sollen künftig zur Verbesserung der Betreuung im Breiten-, Schul- und Vereinssport in Bayern beitragen. Eine strenge Zertifizierung garantiert den hohen fachlichen Qualitätsstandard. Überreicht wurden die ersten elf Zertifikate von dem damaligen Präsidenten vom BÄSV Dr. Helmut Pabst und dem BLSV Günther Lommer. Ziel der Verbände ist ein flächendeckendes Versorgungsnetz in Bayern.

Bisher war laut BSÄV eine vergleichbare sportmedizinische Versorgung nur für Kadersportler der Verbände durch Olympiastützpunkte des DOSB gewährleistet. Die neuen Sportmedizinischen Untersuchungs- und Beratungsstellen sollen eine Anlaufstelle für sportaffine Menschen aller Alters- und Leistungsklassen werden. Das sind Sporteinsteiger, Aktive im Breiten-, Leistungs- oder Spitzensport, aber auch Patienten mit chronischen Erkrankungen (Gesundheitssport).

Einer der Schwerpunkte in den Beratungsstellen liegt auf der Beurteilung von Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit mit Prüfung der Sporttauglichkeit, der zielabhängigen Trainingsplanung und der gesundheitssportlichen Lebensstilberatung. Hinzu kommt die Prävention und Behandlung von Sportverletzungen, die Betreuung von Wettkämpfen und die Sportberatung bei alters- oder krankheitsbedingten Leistungseinschränkungen. In ihrer Arbeit in den Beratungsstellen führen die Ärzte aber auch Anti-Doping-Beratungen durch oder verordnen das „Rezept für Bewegung“.

Ein wesentliches Anliegen der Beratungsstellentätigkeit ist es zudem, zur Koordinierung und Vernetzung von regionalen Partnern auf dem Gebiet von Prävention und Gesundheitsförderung beizutragen. In Ostbayern werden sie dabei beispielsweise vom Institut für angewandte Gesundheitswissenschaften der Technischen Hochschule Deggendorf unterstützt.

Vorteile

  • Die Sportmedizin ist eine Querschnittsdisziplin, die Synergien aus kurativen und präventiven Bereichen nutzt und Kompetenzen aus Gesundheitspädagogik, Gesundheitsbildung, Gesundheitsmanagement integriert.
  • Inzwischen fördern viele gesetzliche Krankenkassen durch gemeinsame Präventionsprojekte mit der DGSP die sportmedizinische Betreuung aller Sporttreibenden. Bitte bei der Krankenkasse nachfragen.
  • Aufgrund der Kooperation zwischen dem BSÄV und dem BLSV haben alle BLSV-Mitglieder nicht nur einen kompetenten sportmedizinischen Ansprechpartner vor Ort, sondern erhalten auch einen ermäßigten Preis von 15 Prozent für die sportmedizinischen Leistungen. Ein entsprechendes Formular finden Sie hier bzw. erhalten Sie bei der jeweiligen sportmedizinischen Untersuchungs- und Beratungsstelle.

Sportmedizinische Untersuchungs- und Beratungsstellen in Bayern
Die Kontaktdaten auf der Seite des Bayerischen Sportärzteverbandes (BSÄV)

Kooperation zwischen BLSV und BSÄV
bayernsport 24-25/2014 zur Partnerschaft mit allen sportmedizinischen Untersuchungs- und Beratungsstellen in Bayern