26. Januar 2017

Bob/Skeleton: „WM-Generalprobe“ steigt am Fuße des Watzmann

Die Deutsche Post Eisarena Königssee trägt am kommenden Wochenende den 6. BMW IBSF Bob- und Skeleton-Weltcup des Winters 2016/2017 aus. Drei Wochen vor den Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften am Königssee vom 13. bis 26. Februar bilden die Wettkämpfe am Fuße des Watzmann einen echten Gradmesser für den Saisonhöhepunkt.

Dass die besten Bobfahrer und Skeletonis in diesem Winter gleich zweimal im Berchtesgadener Land zu Gast sind, kommt unverhofft: Das Präsidium des Weltverbandes IBSF hatte sich erst Mitte Dezember aufgrund des russischen Doping-Skandals für einen WM-Entzug des ursprünglich vorgesehenen Austragungsortes Sochi ausgesprochen und so den Weg für die fünften Bob-Titelkämpfe (1979, 1986, 2004, 2011 / seit 2004 auch im Skeleton) auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt möglich gemacht.

Auch wenn einige Teams sicher die Gelegenheit nutzen, um ihr Material optimal für die WM auszurichten, so steht bei den Wettbewerben der Kampf um die begehrten Kristallkugeln im Fokus.

Beste Aussichten auf einen Triumph im Gesamtweltcup hat Skeleton-Ass Jacqueline Lölling. Die frischgebackene Europameisterin konnte von bislang fünf Rennen jenes in Altenberg gewinnen und stand zwei weitere Male auf dem Podest (2x 2. Platz in Whistler und Winterberg). Nach fünf von acht Rennen führt die 21-Jährige das Klassement mit 989 Punkten vor der Österreicherin Janine Flock (953) an. Tina Hermann belegt mit 906 Punkten Rang vier. Bei den Skeleton-Männern kämpfen Christopher Grotheer als derzeit Drittplatzierter (897 Punkte) und Axel Jungk als Viertplatzierter (896 Punkte) um einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung.

Der Blick auf das Weltcup-Tableau bei den Bob-Männern verspricht ebenfalls Spannung pur. Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass die deutschen Kufen-Cracks auf einen Start bei der zweiten Weltcup-Station in Lake Placid verzichteten und demnach wichtige Punkte liegen ließen. In der Zweierbob-Gesamtwertung liegt Weltmeister Francesco Friedrich, der bei vier Starts drei Siege und einen zweiten Rang verbuchen konnte, mit 885 Punkten in Schlagdistanz zum Führenden Koreaner Yungjong Won (896 Punkte). In der Viererbob-Wertung liegt Europameister Johannes Lochner, der bei seinen vier Starts im großen Schlitten zweimal siegreich war und ein weiteres Mal (Dritter in Whistler) aufs Podium fahren konnte, mit 842 Punkten aussichtsreich hinter Alexander Kasjanov (947 Punkte) und Rico Peter (915 Punkte) auf dem dritten Platz.

 

Zeitplan:

Freitag, 27. Januar 2017
10:00 Uhr Frauenbob
13:15 Uhr Skeleton Frauen

Samstag, 28. Januar 2017
10:30 Uhr Skeleton Männer
14:30 Uhr Zweierbob Männer

Sonntag, 29. Januar 2017
13:00 Uhr Viererbob