Sportminister Herrmann: „Ein wichtiges Zeichen“

München ist vom Deutschen Ruderverband zum „Qualifizierten Landesstützpunkt“ ernannt worden.


Das Wetter war unterkühlt – doch bei den Ruderern auf der Olympiaregattastrecke in München ging es heiß her. Denn im Rahmen der internationalen DRV-Juniorenregatta wurde der Standort München vom Deutschen Ruderverband zum „Qualifizierten Landesstützpunkt Rudern“ erhoben. Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann meinte beim Empfang: „Mit dem Prädikat ‚Qualifizierter Landesstützpunkt‘ setzt der Deutsche Ruderverband ein wichtiges Zeichen zur Förderung des Nachwuchsleistungssports im Sportland Bayern.“ Schmunzelnd fügte er hinzu, die Anlage aus der Zeit der Olympischen Spiele von 1972 habe „von ihrem Charme nichts verloren“: „Es gibt kaum eine Olympiaanlage von 1972, die so unverändert aussieht wie diese.“ Er bekannte sich ganz klar zum Weiterbestand der in der Ruderwelt beliebten Anlage: „Es soll niemand fürchten, weil sie jetzt unter Denkmalschutz steht, kann man nichts mehr machen.“ Er schloss nicht aus, dass sich der Freistaat bei der Sanierung ähnlich engagiert wie bei der Kanuanlage in Augsburg.

„Die Erhebung zum Landesstützpunkt ist für uns ein Ansporn, unseren bayerischen Weg weiterzugehen“, sagt Thomas Stamm, der Präsident des Bayerischen Ruderverbands. Und es wäre eine „Hammerentscheidung“, wenn München den Zuschlag für die European Championships 2022 bekommt. Damit werde es umso dringlicher, dass die Regattaanlage auch saniert wird.

Willi Bock

 

Bei der Enthüllung des neuen Schildes (von links): BLSV-Präsident Jörg Ammon, Sportminister Joachim Herrmann, BRV-Präsident Thomas Stamm, DRV-Präsidiumsmitglied Rolf Warnke und der Münchner Stadtrat Thomas Ranft. Das verbandsinterne Prädikat „Qualifizierter Landesstützpunkt Rudern“ haben bundesweit nur vier weitere Standorte vom Deutschen Ruderverband erhalten.