Versicherung für Übungsleiter

Über die Sportversicherung im allgemeinen (Unfall- und Haftpflichtversicherung) informiert ausführlich die Broschüre "Ihre Sportversicherung" der ARAG. 

Der Sportverein ist ein Unternehmen, das Beiträge an die Berufsgenossenschaft abzuführen hat. Der Übungsleiter ist eine im Verein tätige Person, und damit bei seiner Tätigkeit über die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) unfallversichert.  D.h., daß ein Unfall, den ein Übungsleiter bei Ausübung seiner Tätigkeit erleidet und bei dem eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen zu erwarten ist, als Arbeitsunfall zu behandeln ist. Und das ist für jeden Übungsleiter wichtig zu wissen, weil nämlich z.B. die Leistungen bei größeren oder langwierigeren Verletzungen in der gesetzlichen Unfallversicherung wesentlich höher sein können als bei den Krankenkassen. 

Wann liegt also für den Übungsleiter ein Arbeitsunfall vor?

  • Bei der eigentlichen Vereinstätigkeit (Unfall beim Training)
  • auf dem Wege zur Tätigkeit (Verkehrs- oder Wegeunfall des Übungsleiters auf dem Wege zum Training)
  • bei Weiterbildungsveranstaltungen (Unfall des Übungsleiters z.B. bei einem Lizenzverlängerungslehrgang)
  • bei Unfällen im Zusammenhang mit Arbeitsgeräten (z.B. Unfall bei der Reparatur oder dem Aufstellen von Sportgeräten, die der Übungsleiter zum Training benötigt)


Wenn also ein Übungsleiter bei diesen genannten Tätigkeiten einen Unfall erleidet, tritt die Leistungspflicht der VBG ein. 

Was ist eigentlich ein Unfall?
Unter Unfall versteht man ein von außen einwirkendes, körperschädigendes und plötzliches Ereignis. 
Kein Versicherungsschutz besteht bei Unfällen aus innerer Ursache (z.B. Sturz durch Ohnmacht).


Wie wird ein Unfall gemeldet ?
Unverzüglich bei der Bezirksverwaltung München der VBG mit offiziellem Meldebogen (erhältlich bei der VBG oder der BLSV-Bezirksgeschäftsstelle). Tödliche Unfälle sind telefonisch zu melden (unverzüglich heißt sofort nach Bekanntwerden des Unfalles). Sofort bei Aufsuchen des Arztes ist darauf hinzuweisen, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelt (nicht jeder Arzt ist zugelassener Durchgangsarzt der VBG, alle anderen Ärzte werden Sie nach Erstversorgung dorthin weiterleiten).