Geehrte und Laudatoren der ersten Verleihung des "Sportpreis Mittelfranken".

12. November 2011

„Und der Sportpreis geht an …“

Der BLSV-Sportbezirk Mittelfranken hat das von der Europäischen Union ausgerufene „Jahr der Freiwilligentätigkeit“ als Anlass genommen, den „Sportpreis Mittelfranken“ ins Leben zu rufen. Mit diesem Preis, der unter der Schirmherrschaft des Mittelfränkischen Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch steht, werden auch zukünftig Personen und Institutionen, die sich um den Sport und dessen Entwicklung verdient gemacht haben, ausgezeichnet.

In diesem Jahr wurde der „Sportpreis Mittelfranken“ im Bezirksrathaus Ansbach in insgesamt neun Kategorien vergeben.

Die Tennisabteilung des ESV Treuchtlingen konnte den Preis für ihre erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit aus den Händen des Treuchtlinger Bürgermeisters Werner Baum in Empfang nehmen. Über das Projekt „Sport nach 1 in Schule und Verein“ gelang es dem Verein, den Anteil jugendlicher Mitglieder seit 2007 deutlich zu steigern und auch im Bereich der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Erfolge zu feiern.

Sylke Otto, bis heute erfolgreichste Rennrodlerin aller Zeiten, wurde für ihren Einsatz um eine ganzheitliche Förderung junger, talentierter Nachwuchsleistungssportler im Nürnberger Sportinternat „Sankt Paul – Haus der Athleten“ geehrt. Laudator Rainer Zietsch, Leiter des „NachwuchsLeistungsZentrum“ des 1. FC Nürnberg, wünschte der „Kämpferin für den Sport“, dass sie zukünftig noch deutlich mehr Sportfachverbände von der Notwendigkeit einer durchstrukturierten, ganzheitlichen schulischen und sportlichen Ausbildung überzeugen kann.

Staatssekretär a.D. Karl Freller ehrte Familie Engelhardt aus Schwabach. Seit Jahrzehnten tragen Mitglieder dieser Familie zur Weiterentwicklung des Rad- und Motorsportclubs Solidarität Schwabach bei. Gerhard Engelhardt, von seinem Vater Friedrich, der zu den Wiederbegründern des Vereins nach Ende des 2. Weltkriegs zählte, an die Funktionärstätigkeit herangeführt, übte das Amt des Sportleiters über 18 Jahre aus. Nach dieser Zeit übernahm seine Ehefrau Helga die Aufgabe. Diese legte es 2011 in die Hände von Tochter Jessica, die über Jahre zu den Top Ten-Fahrerinnen der deutschen Kunstradszene gehörte und ihr Wissen und ihre Erfahrung nun an die Jugend des Vereins weitergibt.

Für die Bereitschaft, sich als erfolgreicher Kampfsportler für die Steigerung des Bekanntheitsgrades der eigenen Sportart einzusetzen und die DJK Berufsfeuerwehr Franken Concordia weiterzuentwickeln, wurde Özgen Senol geehrt. Laudator Jörg Ammon zeigte sich beeindruckt, dass Senol nicht nur die Gründung der Kung Fu-Abteilung initiierte, sondern sich nun auch im Hauptverein für die Bereiche Mitgliederwerbung und Vereinsaktivitäten einsetzt.

Das Projekt „Sport im Verein – du bist dabei“ der Hubert-Schwarz-Stiftung wurde in der Kategorie „Sportprojekt – Innovation“ ausgezeichnet. Die Stiftung ermöglichte  Kindern aus sozial schwachen Familien die Teilnahme am Vereinssport. Von 2007 bis zum Inkrafttreten des neuen Bildungspaketes der Bundesregierung im Jahr 2010 wurden, wie Laudator Richard Bartsch hervorhob, für 635 Antragssteller Mitgliedsbeiträge in Höhe von insgesamt 46.000 Euro übernommen.

Norbert Reh, stellvertretender Landrat des Landkreises Nürnberger Land, zeichnete den TSV Ochenbruck für das Selbstbehauptungsprojekt der Karateakademie aus, das Kindern und Jugendlichen zeigt, wie Alltagskonflikte friedlich gelöst werden können und ihnen parallel Spaß am Sport vermittelt.

Einer der Arbeitsschwerpunkte des ATSV Erlangen liegt auf der Integration ausländischer Mitbürger. Der Verein erhielt von Erlangens Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß, die in ihrer Rede das vorurteilsfreie, von Toleranz und Akzeptanz getragene, faire Sportleben lobte, den „Sportpreis Mittelfranken“.

Achim Jechnerer, in Herrieden und Umgebung als „rastlose Triebfeder des sportlichen Lebens“ bekannt, wurde vom Ansbacher Landrat Rudolf Schwemmbauer ausgezeichnet. Schwemmbauer zeigte unter anderem auf, dass Jechnerer neben der Bereicherung des Sportlebens in und um die Altmühlstadt über Großprojekte wie den Radklassiker „Tour de Hesselberg“ oder die Einrichtung von Wanderwegen die touristische Attraktivität der Region erhöht.

Am Ende des gelungenen und harmonischen Abends vergab BLSV-Präsident Günther Lommer den Sportpreis an Johann Büchler, den Vorstandsvorsitzenden der PSD Bank Nürnberg. Über den „RegioSport-Preis und die Aktion „500 Euro für deinen Verein“ hat die PSD-Bank in den Jahren 2007 bis 2011 insgesamt 157.000 Euro in die Förderung des Breitensports investiert.

Umrahmt wurde der von BLSV-Geschäftsführer Thomas Kern moderierte „Sportpreis Mittelfranken“ von den Showauftritten der Jugendgruppe des TSC Rot-Gold Casion Nürnberg und den Gymnastikgruppen des TSV Ipsheim.