Von rechts: Kurt Burian (Graf & Kittsteiner), Tatjana Svarovsky (Konrektorin der St. Leonhard Schule) und Bernhard Nuß (Never Walk Alone Nürnberg)

01. Dezember 2009

Großer Erfolg für „run  and box“

Das Projekt „run  and box“ des Vereins Never Walk Alone Nürnberg hat beim Initiativenwettbewerb „Mission Olympic“, bei dem ehrenamtliches Engagement für mehr Bewegung und Sport ausgezeichnet wird, insgesamt 9.866 Stimmen erhalten und den zweiten Platz belegt. Das Projekt erhebt den Anspruch, Schülerinnen und Schülern ergänzend zum regulären Sportunterricht ein qualifiziertes, pädagogisch betreutes Nachmittagsangebot zu unterbreiten. Ergänzend zur pädagogischen Ausrichtung stehen die Förderung individueller Neigungen und sportlicher Begabungen im Fokus.

Aktuell unterhält Never Walk Alone drei Sportarbeitsgemeinschaften (SAG); neben der Friedrich-Wilhelm-Herschel Schule, an der „run and box“ bereits im Schuljahr 2008/2009 angeboten wurde, profitieren die St. Leonhard Schule und die Hummelsteiner Weg Schule vom Engagement des Vereins.
Die Ausdauerdisziplin Laufen und das Boxtraining sind maßgebliche Bestandteile des persönlichkeitsbildenden Schulprojektes, das von ausgebildeten Lauf- und Boxtrainern um Peter Althof (K1 - Training Nürnberg) begleitet wird. Die einzuhaltende sportliche Disziplin sowie Fair Play und Fairness fördern bei den Jugendlichen das soziale Lernen und wirken sich positiv auf Ausdauer und Durchhaltewillen aus.  
Aggressive, unüberlegte und unkontrollierte Handlungen, die aktuell häufig bei jungen Menschen zu beobachten sind, sind beim Boxsport hinderlich. Bei „run and box“ lernen die Teilnehmer beim Boxen Respekt vor dem Gegner zu entwickeln, enge Regeln anzuerkennen und körperliche Kraft im Ring gegen andere einzusetzen, ohne diese zu demütigen. Der Wettstreit im Boxring fungiert als Ventil für aufgestaute Wut und Ärger, bietet alternative Verhaltensmuster. Dieses Selbstverständnis soll über das Projekt hinaus in den Alltag der Jugendlichen hineinwirken und Gewaltbereitschaft und Aggressivität kanalisieren.

Durch die Teilnahme am Projekt „run  and box“ werden bei den Jugendlichen auch wichtige Basiskompetenzen wie z.B. Kommunikationsfähigkeit, Pünktlichkeit, Teamfähigkeit gefördert und dadurch ein nachhaltiger Beitrag zur Persönlichkeitsbildung geleistet.
Nicht nur die Jury von Mission Olympic ist vom ganzheitlichen Ansatz des „run  and box“-Projektes begeistert. Neben dem Bayerischen Landes-Sportverband, dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dem Bezirksjugendwerk der AWO  und der Stadt Nürnberg unterstützen verschiedene Firmen das Präventionsprogramm. Die Firma Simba Toys Fürth und die Commerzbank Nürnberg stellten in diesem Jahr insgesamt 15.000 Euro zur Verfügung, die Firma Graf  und Kittsteiner sponserte den Jugendlichen Schuhe. „Ohne solche Förderungen könnten wir das Programm nicht durchführen“, betont Bernhard Nuß von Never Walk Alone Nürnberg.

Für das Schuljahr 2010/11 ist geplant, das Projekt auf insgesamt zehn Nürnberger Schulen auszuweiten.