An die Diskussionsphase in den Arbeitsgruppen (im Bild der Workshop, der von Heinz-Peter Birkner, dem Voristzenden des BLSV-Aufsichtsrates, geleitet wurde) ...
... schloss sich die Darstellung der Ergebnisse im Plenum an. Die konstruktiven Vorschläge, die im Landratsamt in Fürth im Rahmen der Klausurtagung erarbeitet wurden, fließen in die zukünftige Entwicklung des BLSV-Sportbezirks Mittelfranken ein.

12. September 2011

Mut zur Veränderung

Wie sieht die Zukunft des organisierten Sports in Bayern aus? Welche Auswirkungen haben gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Veränderungen auf den BLSV? Und wie kann dieser adäquat auf Umfeldveränderungen reagieren? Mit diesen und weiteren zentralen Fragestellungen setzten sich die Bezirks- und Kreisvorstandschaften des BLSV-Sportbezirks Mittelfranken im Rahmen der Klausurtagung auseinander. Wertvolle Impulse kamen von Heinz-Peter Birkner, dem Vorsitzenden des BLSV-Aufsichtsrates, der nach 2009 bereits zum zweiten Mal an einer Klausurtagung des mittelfränkischen Sportbezirks teilnahm.

Ehe in drei Workshops angeregt, offen und konstruktiv über notwendige strukturelle und organisatorische Veränderungen im BLSV diskutiert wurde, wurde den Anwesenden das neue Team-Konzept des Sportbezirks vorgestellt. Dieses fasst die während der Klausurtagungen 2009 und 2010 erarbeiteten Ergebnisse zusammen und gibt Anregungen, wie die Zusammenarbeit auf Bezirks- und Kreisebene sowie zwischen diesen beiden Ebenen zukünftig noch optimiert werden kann. Der stellvertretende Landrat des Landkreises Fürth, Franz-Xaver Forman, zeigte sich von den im Team-Konzept festgehaltenen Ansätzen überzeugt und ließ es sich nicht nehmen, sich nach seinem Grußwort einer der Arbeitsgruppen anzuschließen.

In dem von Heinz-Peter Birkner geleiteten Arbeitskreis ging es um die zukünftige Entwicklung der ehrenamtlichen Struktur des BLSV. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Satzungsänderungen, die beim Verbandstag 2013 beschlossen werden, erst im Jahr 2018 greifen, wurde darüber diskutiert, ob angesichts der demographischen Veränderung die Anzahl der gewählten Kreisvorstandschaftsmitglieder reduziert werden sollte. Nachdem die Vor- und Nachteile des Wahlamtes gegenüber einer Berufung diskutiert worden waren, wurde überdacht, welche Ämter zukünftig über Wahlen besetzt werden sollten. Selbstbewusst zeigten sich die weiblichen Mitglieder der Arbeitsgruppe. Angeführt von Irene Huber und Annette Maul plädierten sie dafür, dass aufgrund der Zunahme des Anteils von Frauen in Führungspositionen Chancengleichheit erreicht sei und eine Frauenvertreterin in der Konsequenz höchstens noch berufen werden müsste.

Das Thema „Zusammenarbeit“ stand in der zweiten Arbeitsgruppe, die von Dieter Bunsen, dem Vorsitzenden des BLSV-Sportkreises Ansbach, geleitet wurde, im Fokus. Hier wurde herausgestellt, dass sich die Aufgabengebiete der Kreis- und Bezirksvorstandschaften zum Teil überschneiden und im Hinblick auf Mitarbeiter- und Ressourcenschonung eine bessere Abstimmung der Aktivitäten vorgenommen werden sollte. Die Möglichkeit, einzelne Ämter auf Kreisebene in Zukunft über Berufung zu vergeben, wurde angesichts der Tatsache, dass Sitzungen in der Regel immer nur von einer drei- bis vierköpfigen Kernmannschaft wahrgenommen würden, ebenfalls positiv bewertet. Auch eine bessere Zusammenarbeit mit den Vereinen wurde gefordert. Viele Vereine wüssten nicht um die Leistungen, die der BLSV anbietet und würden diesen in der Konsequenz nicht gebührend wertschätzen. Die von Birkner vorgeschlagene Einführung eines runden Tisches, an dem sich Vereine und Kreisvorstandschaft austauschen können, wurde in diesem Zusammenhang äußerst positiv aufgenommen.

Mit der Überschrift „Zukunftsvisionen“ war die Arbeitsgruppe des BLSV-Bezirksvorsitzenden Jörg Ammon versehen. Hier ging es primär darum, zu analysieren, welche Aufgaben zukünftig von Umfeldakteuren an den BLSV gestellt werden und welche Aufgaben sich dieser selbst setzen muss und möchte. Angesichts von Entwicklungen wie der Überalterung der Bevölkerung, der längeren schulischen Bindung von Kindern und Jugendlichen und der zunehmenden Mobilität von Erwerbstätigen stehen Vereine und organisierter Sport vor wichtigen Entscheidungen. Ziel des BLSV muss es sein, selbstbewusst an die Veränderungen heranzugehen und Werkzeuge zu entwickeln, die Vereinen angemessene, flexible und erfolgversprechende Reaktionen ermöglichen. Dieser Prozess wurde eng an eine stärkere Förderung und Schulung von BLSV-Funktionären und Nachwuchskräften geknüpft.

Zum Ende der Tagung hob Birkner hervor: „Wir müssen an die Zukunft des BLSV denken und bei unseren Überlegungen offen für alles sein.“ Mit dem Mut zur Veränderung, den die Anwesenden bei den Diskussionen gezeigt hatten, ist der BLSV nach Birkners Ansicht auf dem besten Weg zu einer lernenden, sich weiterentwickelnden Organisation.