Katharina Guhlich (TV Fürth 1860) präsentierte engagiert das Thema Kindersportschule beim ersten Treffen der mittelfränkischen Großvereine.

23. September 2010

Gemeinsam stark sein

„Viele der mittelfränkischen Großvereine haben erfolgreiche Projekte, von denen die anderen lernen können. Viele sind auch schon einmal in eine Falle getappt und mussten im Anschluss Probleme meistern. Lassen Sie uns zusammenarbeiten und aus unseren Stärken, aber auch aus unseren Schwächen lernen.“ Mit diesen Worten leitete Jörg Bergner, stellvertretender Bezirksvorsitzender des BLSV-Sportbezirks Mittelfranken, das erste Treffen der Großvereine ein. Bergner, als Geschäftsführer des TV 1848 Erlangen über die Anforderungen eines Großvereins bestens im Bilde, wurde von der Bezirksvorstandschaft damit betraut, sich dem Themengebiet anzunehmen.

In den vergangenen Wochen wurden die vierzig mittelfränkischen Großvereine schriftlich befragt, um deren Struktur, Interessen und Aufgabenschwerpunkte zu analysieren. Die Datenbank, die aktuell entsteht, wird in Kürze für die beteiligten Vereine einsehbar sein.   Langfristig gesehen soll die Datenbank dabei helfen, Vereine, die ähnlich organisiert und strukturiert sind, in für beide Seiten gewinnbringende Kooperationen einzubinden. Durch regelmäßig stattfindende Informationsveranstaltungen sollen die aktive Zusammenarbeit darüber hinaus von Bezirksseite gefördert werden.

Beim ersten Großvereine-Treffen stand das Thema „Kindersportschule“ im Mittelpunkt des Interesses. Gastgeber des Abends war der TV Fürth 1860, der seit 2004 über eine Kindersportschule, kurz KiSS, verfügt.

Nachdem Geschäftsführer Aurel Siegel die wichtigsten Daten und Fakten rund um den Verein dargestellt hatte, gab er das Wort an Katharina Guhlich weiter, die als Leiterin der KiSS tätig ist.
Guhlich erläuterte in einem lebendigen Vortrag zunächst Geschichte, Idee und Merkmale einer KiSS. Anschließend schilderte sie ausführlich, wie der TV Fürth 1860 an die Planung und Umsetzung seiner KiSS, die eine der ersten im nordbayerischen Raum war, herangegangen ist und wie sich diese finanziert.
Zum Ende des Vortrages führte Guhlich aus, dass im TV Fürth 1860 die Einrichtung der KiSS als großer Erfolg gewertet wird. Neben den Kindern, die von der vielseitigen, sportartübergreifenden motorischen Grundlagenausbildung profitieren, profitiert der Verein unter anderem durch die Gewinnung von Neumitgliedern und die Bindung der Jugend an den Verein. Auch den Imagegewinn, der mit dem Auf- und Ausbau einer KiSS verbunden ist, schätzte die Referentin sehr hoch ein. Im Anschluss an ihren Vortrag beantworteten Guhlich und Siegel die Fragen der Zuhörer, die primär auf finanziell-organisatorische Aspekte abzielten.

Das nächste Treffen der mittelfränkischen Großvereine findet am 12. Oktober 2010 beim TV 1848 Erlangen statt. Thema der Veranstaltung wird die Einrichtung eines Fitnessstudios im Sportverein sein.