Die Aufgabe "heißer Draht" wurde erst nach mehreren Fehlversuchen erfolgreich gemeistert

9. November 2009

Elektrischer Draht und feuchte Höhle

Zwanzig junge Erwachsene aus Mittelfranken, die aktuell ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport absolvieren, hatten vom 26. bis 30. Oktober 2009 in der bei Altdorf gelegenen evangelischen Jugendtagungsstätte Prackenfels die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen sowie sinnvolle Tipps und neue Ideen für den Alltag in der Kinder- und Jugendarbeit zu erhalten.

Unter der pädagogischen Leitung von Natalie Miklis, der für diesen Lehrgang hauptverantwortlichen Bildungsreferentin der Bayerischen Sportjugend (bsj), und Co-Referent Martin Wittmann wurde dem handlungsorientierten Lernen durch erlebnispädagogische Kooperationsaufgaben und Übungen besondere Bedeutung beigemessen.

So wurde den FSJlern beim „elektrischen Draht“, bei dem die ganze Gruppe über ein „elektrisches“ Hindernis geführt werden musste, Teamarbeit, Absprachen und Rücksichtnahme abverlangt. Erst nach mehreren erfolglosen Anläufen gelang es der Gruppe, die Aufgabe zu meistern.

Aber auch theoretische Themen, wie Rhetorik, Kommunikation und Rechtsfragen, kamen in diesem Einführungsseminar nicht zu kurz. Freies Sprechen und den gezielten Einsatz rhetorischer Kniffe konnten die FSJler bei der Präsentation verschiedener Beiträge üben. Durch das freundlich-konstruktive Feedback der Gruppe erhielt der eine oder andere Teilnehmer hilfreiche Verbesserungsvorschläge.
Die Themen „Aufsichtspflicht und Sexualstrafrecht“, die durch einen Einblick zu Möglichkeiten der Prävention sexueller Gewalt ergänzt wurden, wurden den Teilnehmenden von Lisa Ehm (Burg Hoheneck) näher gebracht.

Nach so viel Theorie standen am vorletzten Tag der Bildungswoche wieder gruppendynamische Prozesse im Vordergrund. Eine Grenzerfahrung erlebten die FSJler bei der Begehung der spaltigen, sehr feuchten Höhle am Stein am Wasser. Mit einem mulmigen Gefühl wurde über enge Schluchten geklettert. Gestärkt durch die Gruppendynamik wagte manch ein FSJler, der sich alleine vielleicht nicht getraut hätte, sogar das Robben durch eine im Durchmesser nur etwa 30 bis 40 Zentimeter enge Öffnung.

Mit neuem Wissen und frischen Impulsen ausgestattet, machten sich die FSJler am Ende des fünftägigen Seminars zu ihren über ganz Mittelfranken verstreuten Einsatzstellen auf.