Sportabzeichenaktion in den Startlöchern

BLSV-Sportabzeichenreferent Wolfgang Jahre bereitete seine Prüferkollegen im Rahmen einer Arbeitstagung auf die neue Sportabzeichensaison vor. Foto: Bruckmeier

11.04.10 Pfaffenhofen (rry)
Der Frühling lockt die Sportler wieder an die frische Luft. Das gilt vor allem auch für die, die sich vorgenommen haben, in diesem Jahr das Sportabzeichen abzulegen. Die Prüfer im Landkreis Pfaffenhofen stehen jedenfalls schon bereit, die jeweiligen Leistungen abzunehmen. Wolfgang Jahre, der zuständige Referent im BLSV-Kreisvorstand, hat ihnen jetzt im Rahmen einer Arbeitstagung das notwendige Rüstzeug dafür mit auf den Weg gegeben.

 

Damit die sportlichen Aktivitäten unter freiem Himmel auch Spaß machen, riet Jahre den Teilnehmern dazu, die Vorbereitung auf den Leistungscheck nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Anforderungen für das Deutsche Sportabzeichen sind für den Normalsportler machbar, aber durchaus anspruchsvoll“, sagte er in der Runde der Prüfer. Und: „Ein paar Anstrengungen braucht es schon.“

 

Im Landkreis Pfaffenhofen haben im vergangenen Jahr 682 Teilnehmer die von ihnen verlangten Leistungen geschafft, das waren 16 mehr als 2017. Jahre ist mit der Entwicklung in den Vereinen durchaus zufrieden. Ganz anders sieht es dagegen in den Schulen aus, wo die Zahl der Sportabzeichen sehr zum Bedauern des Kreisreferenten, seit längerer Zeit rückläufig ist. 563 Abzeichen an nur noch sieben Schulen bedeuteten ein Minus von weiteren 207 Leistungsprüfungen. Lobend erwähnte Jahre neben der Grundschule Langenbruck (Platz 5 unter den Schulen von 50 bis 100 Schülern) und der in Pfaffenhofen (Platz 4 unter den Schulen von 101 bis 200 Schülern) die Grundschule Niederscheyern, die auf Bezirksebene den 3. Platz in der Kategorie von Schulen zwischen 201 und 400 Schülern schaffte. Dort haben 234 von 400 Kindern das Sportabzeichen erfolgreich ablegegt, was einer Quote von 58,5 Prozent entspricht.

 

Während sich für die Sportler selbst in diesem Jahr in den einzelnen Leistungstabellen nichts ändert, bereitete Wolfgang Jahre seine Kollegen auf eine vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und seinen Landesverbänden gestartete Qualitätsoffensive bei den Prüfern vor. Konkret heißt das für sie: Alle vier Jahre vier Unterrichtseinheiten à 45 Minuten büffeln, um die Lizenz zu verlängern. Zur Erstausbildung sind acht Unterrichtseinheiten notwendig. Nächster Termin ist der 25. Mai in Dachau, der jedoch bereits ausgebucht ist, eine weitere Veranstaltung soll im Herbst folgen. Für die Ausbildung sind die Referenten auf Kreis- und Bezirksebene zuständig.

 

Für die nun beginnende Saison wünschte Sportabzeichenreferent Wolfgang Jahre den Teilneghmern viel Erfolg und warnte vor übertriebenem Ehrgeiz: „Ein wenig Trainingsaufwand reicht meistens schon. Aber vor allem gilt: Es muss ja nicht gleich Gold sein!“