„Heimspiel“: Silvia Steininger auf der Weltcup-Strecke am Geißkopf. Fotos (2): BSBV/W. Niedermeier

15.02.2019

Gute Gastgeber

Nach den Weltmeisterschaften 2018 in Lenggries wurden nach vielen Jahren jetzt auch wieder Skibob-Weltcuprennen in Deutschland ausgetragen. Der Deutsche Skibobverband (DSBV) hat in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Skibobverband (BSBV) und dem Schiclub Bischofsmais Weltcuprennen des internationalen Skibobverbandes FISB am Geißkopf im Bayerischen Wald durchgeführt.

Die Eröffnungsfeier am Kurpark konnte sich sehen lassen: Landrat, Bürgermeister, FISB-Präsident und DSBV-Präsident waren neben den zahlreichen Sportlern und Zuschauern anwesend, um die Weltcuprennen offiziell zu eröffnen. Auch bei der Slalom-Siegerehrung wurde dem Publikum am zweiten Abend am Kurpark ein attraktives Programm geboten. Mit einem Star-DJ-Aufgebot punktete der Veranstalter bei Jung und Alt.

Am ersten Wettkampftag fand der Slalom am Rennhang statt. Silvia und Simon Steininger vom SC Bischofsmais hatten sich viel vorgenommen, denn vor heimischem Publikum wollten sie sich gut präsentieren. Der erste Durchgang lief gut für Silvia Steininger. Sie fuhr auf den dritten Zwischenrang mit einer Zehntelsekunde Rückstand hinter Stanislava Preclikova und Aneta Havlickova aus Tschechien.

Nun hieß es, im zweiten Lauf alles geben. Bis zur Mitte des Steilhangs kämpfte sich Silvia Steininger durch die bereits tiefen Spuren. Doch plötzlich wurde sie durch eine Bodenwelle ausgehoben und fuhr am Tor vorbei. Flugs kehrte sie in den Kurs zurück. Ins Ziel kam sie schließlich als Achte der Damenkonkurrenz. „Und das ausgerechnet beim Heimrennen! Ich wäre so gerne auf das Podest gefahren.“

Simon Steininger wurde im Herrenweltcup im starken Starterfeld Zwölfter und äußerte sich sehr zufrieden darüber. Der ebenfalls für den SC Bischofsmais startende Clemens Müller platzierte sich auf dem erfreulichen zehnten Slalomrang. In der L12-Konkurrenz der leichten Bobs holte sich Simon Steininger die Silbermedaille knapp hinter Dominik Harnach.

Siegerehrung für den L12-Wettbewerb im Super-G: Simon Steininger (SC Bischofsmais) gewann vor BSBV-Präsident Marc Frapporti.

Am zweiten Wettkampftag wurde ein Lauf im Super-G ausgetragen. Silvia Steininger, die eher in den Technikdisziplinen zuhause ist, ging dennoch beherzt an den Start und gab alles für ihre einheimischen Fans. Mit einer soliden Fahrt konnte sie als Fünfte noch einige Weltcuppunkte sammeln, so dass sie weiterhin auf dem dritten Rang im Gesamtweltcup blieb. „Lisa Zaff aus Österreich hat wieder gezeigt, dass sie die Skibob-Speedkönigin ist, und hat verdient gewonnen“, meinte die Lokalmatadorin anerkennend. Ihr Bruder Simon Steininger kam bei den Herren auf Rang 14, Clemens Müller auf Rang 12.

Im L12-Wettbewerb duellierte sich Simon Steininger mit Dominik Harnach, der ihn am Vortag um drei Hundertstelsekunden besiegt hatte. Dieses Mal ging Steininger deutlich als Sieger hervor. Dazwischen auf den Silberrang schob sich der Luxemburger Marc Frapporti, der auch FISB-Präsident und BSBV-Präsident ist. Mit der Siegerehrung am Hang ging eine gelungene Weltcupveranstaltung zu Ende, bei der sich Bischofsmais und der engagierte Schiclub hervorragend präsentiert haben.