Vorsitzender des Rugby-Verbandes Bayern: Alexander Michl. Foto: RVBy

28. September 2017

Rugby im Rampenlicht

Interview mit dem Vorsitzenden des Rugby-Verbandes Bayern, Alexander Michl.


Am 29. und 30. September findet im Münchner Olympiastadion mit dem „Oktoberfest7s“ ein außerordentlich hochkarätiges Rugby-Turnier statt. Gespielt wird in der olympischen Siebener-Variante, unter den teilnehmenden zwölf Nationalteams sind mit Fidschi, England und Südafrika auch alle Medaillengewinner der Sommerspiele von Rio 2016. Ebenfalls mit dabei: Argentinien und Chile, Australien und Uganda, Spanien und Portugal, Frankreich und Irland sowie – in einer Außenseiterrolle – Gastgeber Deutschland. Welche Bedeutung hat dieses Turnier aber aus Sicht des Rugby-Verbandes Bayern? bayernsport-Redakteur Stefan Erben hat beim Vorsitzenden des RVBy, Alexander Michl, nachgefragt.


bayernsport:
Herr Michl, erhoffen Sie sich vom großen Rugby-Event im Münchner Olympiastadion auch einen Impuls für den Rugby-Sport in Bayern?

Alexander Michl: Ja, natürlich, eindeutig! Und wir sind auch sicher, dass es einen Impuls bringen wird – ganz einfach weil wir medial noch nie so in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt sind. Man darf nicht vergessen, dass Sport1 beide Turniertage überträgt. Allein das wird zur Weiterverbreitung des Rugbysports beitragen. Mit Sicherheit werden dadurch viele bisher rugbyferne Menschen als potentielle neue Spieler und Spielerinnen gewonnen – und noch viel mehr als Zuschauer. Menschen, die den Rugbysport und seine Faszination kennenlernen werden. Zusätzlich wird es vor- und nachgelagerte Berichterstattung geben, die ebenfalls zur Verbreitung beitragen wird.


bayernsport:
Wie entwickelt sich der Rugby-Sport in Bayern generell?

Michl: Er entwickelt sich stetig nach oben. In den letzten vier, fünf Jahren, dem Zeitraum meiner bisherigen Amtszeit, haben sich die Mitgliederzahlen um mehr als 50 Prozent gesteigert. Und ebenfalls deutlich gestiegen ist die Anzahl der Vereine.


bayernsport:
Und wie schätzen Sie das Wachstumspotential ein?

Michl: Ich sehe den Bayerischen Rugby-Verband in den nächsten fünf Jahren bei 50 Vereinen. Das ist unser Ziel. Heute sind es etwa 30 Vereine.


bayernsport:
Hat Rugby in Bayern von der Aufnahme der Sportart ins olympische Programm profitiert?

Michl: Ja, es hat dadurch profitiert, dass Rugby in der Öffentlichkeit deutlicher wahrgenommen wird. Verwechslungen mit ähnlichen Sportarten kommen nur noch selten vor. Auch weniger sportinteressierte Menschen können sich unter Rugby etwas vorstellen.


Weitere Informationen über Rugby in Bayern:
www.rvby.de

Informationen zum Rugby-Event im Münchner Olympiastadion:
www.oktoberfest7s.com