Erläuterte beim Verbandstag die Notwendigkeit der Strukturreform: BTTV-Präsident Konrad Grillmeyer.

10. Juli 2017

BTTV beschließt Strukturreform

Der Bayerische Tischtennis-Verband (BTTV) hat beim außerordentlichen Verbandstag in Amberg die Weichen für die Zukunft gestellt: Die Delegierten stimmten am vergangenen Sonntag mit überwältigender Mehrheit für die seit über einem Jahr geplante Strukturreform. Für die Satzungsänderung war eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Die neue Struktur mit 16 Bezirken (bislang 7 Bezirke und 63 Kreise) tritt am 1. Mai 2018 zur Saison 2018/2019 in Kraft. Die Zuordnung der Vereine wird erst beim Verbandsausschuss im November dieses Jahres erfolgen.

„Ich bin sehr froh und glücklich, dass die überwältigende Mehrzahl unserer Delegierten dem Antrag gefolgt ist. Die Strukturreform ist ein wichtiger Schritt, um unseren Verband und um unsere Sportart in eine gute Zukunft zu führen. Mein Dank gilt auch der entsprechenden Arbeitsgruppe, die die Reform im Vorfeld hervorragend ausgearbeitet hat“, kommentierte BTTV-Präsident Konrad Grillmeyer das positive Votum.

Die neue Struktur – 16 annähernd gleich große Bezirke – löst die bisherigen 70 Untergliederungen (7 Bezirke, 63 Kreise) ab. Damit werde unter anderem der vorhandenen Heterogenität der Kreise, dem rückläufigen ehrenamtlichen Engagement und dem Mitgliederrückgang begegnet. „Die bisherigen Kreise sind sehr unterschiedlich aufgestellt, mancherorts kämpfen sie ums Überleben. Daher mussten wir aktiv werden. Im April 2016 hat der Verbandsausschuss eine entsprechende Arbeitsgruppe eingerichtet. Mit der neuen Struktur ist der Tischtennis-Sport in Bayern deutlich homogener aufgestellt. Wir werden handlungsschneller, optimieren die Kommunikation mit den Untergliederungen und können unsere Fachwarte besser schulen und noch stärker in Entscheidungsprozesse einbinden“, nennt Grillmeyer die Vorteile.

Die 16 Bezirke gliedern sich geographisch in vier Himmelsrichtungen (Nord/West, Nord/Ost, Süd/West und Süd/Ost) samt Bezeichnung der jeweiligen politischen Region, zum Beispiel „Schwaben-Nord“ und „Schwaben-Süd“. Die Ligenstruktur stellt sich ab der Spielzeit 2018/2019 wie folgt dar:

Verbandsebene

- 2 Staffeln Verbandsoberliga (derzeit Bayernliga)
- 4 Staffeln Verbandsliga (derzeit Landesliga)
- 8 Staffeln Landesliga (derzeit 1. Bezirksliga)

Bezirksebene

- 16 Staffeln Bezirksoberliga (derzeit 2. Bezirksliga)
- Bezirksliga (derzeit 3. Bezirksliga)
- Bezirksklassen A-D (derzeit 1.-4. Kreisliga)

Bei den Ligen im Damen-, Nachwuchs- und Seniorenspielbetrieb ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Mannschaftszahlen Anpassungen im Schema. Die exakte Zuordnung der Vereine zu den neuen Bezirken wird beim Verbandsausschuss im November erfolgen. Details im Einzelspielbetrieb, Pokal- und Mannschaftsmeisterschaften sowie der mini-Meisterschaften werden in den kommenden Wochen von eingesetzten Facharbeitsgruppen entworfen und anschließend in den Sitzungen des Verbandsausschusses im November 2017 und März 2018 verabschiedet. Im Juni 2018 konstituieren sich die 16 neuen Bezirke, Start des Spielbetriebes mit neuer Struktur ist der 1. Juli 2018.

Florian Leidheiser