Jörg Ammon, BLSV-Vizepräsident Finanzen

30. September 2015

Steuerliche Förderung der Hilfe für Flüchtlinge

Mit dem Schreiben vom 22. September 2015 hat sich das Bundesfinanzministerium geäußert, wie Flüchtlingen geholfen werden kann. Der für Finanzen zuständige BLSV-Vizepräsident Jörg Ammon hat für Sie die Anwendung auf Sportvereine nachfolgend zusammengefasst (Stand: 28. September 2015). Dies gilt im Zeitraum vom 1. August 2015 bis zum 31. Dezember 2016.

Spenden:

- Es ist unschädlich, wenn der Sportverein Mittel, die er im Rahmen einer Sonderaktion für die Förderung der Hilfe für Flüchtlinge erhalten hat, ohne entsprechende Änderung seiner Satzung für den angegebenen Zweck verwendet.

- In entsprechender Anwendung des AEAO zu § 53, Nr. 11, kann bei Flüchtlingen auf den Nachweis der Hilfebedürftigkeit verzichtet werden.

- Der Sportverein, der die Spenden gesammelt hat, muss entsprechende Zuwendungen, die er für die Hilfe für Flüchtlinge erhält und verwendet, bescheinigen. Auf die Sonderaktion ist in der Zuwendungsbestätigung hinzuweisen.

Maßnahmen von Sportvereinen zur Unterstützung von Flüchtlingen:

- Neben der Verwendung der eingeforderten Spendenmittel ist es ausnahmsweise auch unschädlich für die Steuerbegünstigung des Sportvereins, wenn er sonstige bei ihm vorhandene Mittel, die keiner anderweitigen Bindungswirkung unterliegen, ohne Änderung der Satzung zur unmittelbaren Unterstützung von Flüchtlingen einsetzt.

- In entsprechender Anwendung des AEAO zu § 53, Nr. 11, kann bei Flüchtlingen auf den Nachweis der Hilfebedürftigkeit verzichtet werden.

- Werden vorhandene Mittel an andere steuerbegünstigte Körperschaften, die zum Beispiel mildtätige Zwecke verfolgen, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Unterstützung von Flüchtlingen stehen, oder an eine inländische juristische Person des öffentlichen Rechts bzw. eine inländische öffentliche Dienststelle zu diesem Zweck weitergeleitet, ist dies nach § 58 Nummer 2 AO unschädlich für die Steuerbegünstigung des Sportvereins.