25.09.2013
BLSV-Bezirk Oberbayern


München - An Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften teilzunehmen, in die Nationalmannschaft berufen zu werden - diese Wünsche, diese Ziele einen die besten Nachwuchssportler Oberbayerns. 20 der größten Talente wurden am Freitagabend bei der Sportlerehrung des BLSV-Bezirks im Doppelkegel der Münchner BMW-Welt feierlich ausgezeichnet. Bezirksvorsitzender Otto Marchner ist sich sicher: "Den einen oder anderen werden wir bei Olympischen Spielen wieder sehen."

Zum dritten Mal hatten die mehr als 50 angeschriebenen Fachverbände entschieden und ihre Aushängeschilder nominiert. Dabei war Ringtennis genauso vertreten wie Minigolf, Leichtathletik, Badminton und Rudern - ein bunter Querschnitt durch das sportliche Oberbayern. "Wir wollen mit dieser Sportlerehrung die Leistungen des Nachwuchses würdigen und ihn weiter motivieren", sagte Marchner vor etwa 100 geladenen Gästen, darunter BLSV-Präsident Günther Lommer, BLSV-Vizepräsident Harald Stempfer sowie Bezirkstagspräsident Josef Mederer.

Und die Geehrten, die mit ihren Familien und Trainern angereist waren, genossen den Abend, der von Florian Weber moderiert wurde. Schließlich war die Sportlerehrung schon einmal eine gute Gelegenheit, sich, seine Leistungen und seine Sportart zu präsentieren. Über jeden ausgezeichneten Athleten war im Vorfeld ein Film erstellt worden, der Einblicke in Training und Alltag des Geehrten gab. So verriet der 17-jährige Michael Glatt von den Gehörlosen Bergfreunden München, wie schwierig es manchmal für ihn sei, beim Skifahren die Balance zu halten. Dreimal Gold hagelte es für den Schützling von Trainer Philipp Eisenmann bei der Europameisterschaft in Davos. Glatt strebt die Teilnahme an den Deaflympics 2015 in Russland an.

Zu den Olympischen Spielen will auch Felix Remuta, Turner des TSV Unterhaching. Der 15-Jährige aus Holzkirchen hatte sensationell die Deutsche Jugendmeisterschaft am Boden gewonnen, im Sprung Silber geholt. "Ich hab' eben mehr Sprungkraft als Kraft oder Schwung, aber da muss ich mich noch verbessern", so Remuta. Das will auch Quirine Eijkenboom vom Münchner GC. Deshalb ist die 18-jährige Deutsche Jugend-Meisterin nach Standford (USA) gegangen, um auf der dortigen Universität neben dem Studium weiter ihren Golfsport zu betreiben. "Wenn ich gut genug bin, werde ich vielleicht Profi."

Sympathisch, bodenständig, aber zielstrebig präsentierten sich die besten Nachwuchssportler Oberbayerns. Viele Entbehrungen haben sie bereits hinter sich, noch mehr vor sich, sollte Rio oder Tokio ihr Ziel sein. In einem aber waren sich alle einig: "Der Spaß, die Freude am Sport muss im Vordergrund stehen. Sonst macht Leistungssport keinen Sinn", sagt Sophie Oksche vom Donau Ruderclub Ingolstadt.

Sabine Wittmann

 

Die geehrten Sportler:

Andreas Bauer (SKC Töging), Kegeln
Barbara Bellenberg (PTSV Rosenheim), Badminton
Katharina Benn (MGC Murnau am Staffelsee), Minigolf
Mandy Berg (BC Piccolo Fürstenfeldbruck), Boxen
Lukas Bombik (TSV Bergen und ESV Laim), Ju-Jutsu
Alexandra Burghardt (LG Stadtwerke München), Leichtathletik
Quirine Eijkenboom (Münchner GC), Golf
Anika Geiger (Pferdefreunde Parsdorf-Vaterstetten), Pferdesport
Michael Glatt (Gehörlosen Bergfreunde München ), Ski alpin
Guido Gretschel (AC Penzberg), Ringen
Sinem Güldali (TSV Dachau 1865), Taekwondo
Jakob Lange (WSV Kiefersfelden), Nordische Kombination
Nadine Lemke (TSV Neubiberg-Ottobrunn), Ringtennis
Sophie Oksche (Donau Ruderclub Ingolstadt), Rudern
Felix Remuta (TSV Unterhaching), Turnen
Beatrice Schaupner (Asia Sports Waldkraiburg), Karate
Fabian Siebenwurst (Sportfliegergruppe Werdenfels), Segelfliegen
Emily Siebrecht (TSV Hohenbrunn-Riemerling), Schwimmen
Johannes Tille (TSV 1860 Mühldorf), Volleyball
Franziska Wolf (TSV Wasserburg), Basketball

 

Foto: Wittmann