Eberhard Irlinger, Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt, zeigte beim Tischtennis-Rundlauf sein sportliches Talent.
Die voll besetzten Reihen beweisen, dass auf der Bühne immer ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde.

25. August 2012

Sport und Spiel – Hand in Hand

Das Wetter ist bekanntermaßen der größte Feind von Freiluftveranstaltungen, und in Erlangen hatte es  am Morgen des Sportfestivals „Stadt und Land, Hand in Hand“  noch Anlass zu den schlimmsten Befürchtungen gegeben. Doch letztlich strahlten die Sonne und die Veranstalter  um die Wette: Der Andrang in den Regnitzwiesen und im Freibad West entschädigte für den Organisationsstress - über 15000 Menschen waren gekommen.

An mehr als 70 Stationen warteten Vereine aus der Stadt und dem Landkreis um sich den Sportinteressierten zu präsentieren und ihre Angebote wurden rege genutzt. Das lag nicht zuletzt daran, dass sich ab Mittag – pünktlich zur offiziellen Begrüßung – der Regen verzogen hatte, der den vormittäglichen Gottesdienst auf der Festivalbühne noch zu einer recht nassen Veranstaltung hatte werden lassen. Die Fallschirmspringer aus Neustadt/Aisch, die als eine der vielen Attraktionen der Veranstaltung über den Regnitzwiesen absprangen brachten schließlich auch von ganz oben die Kunde mit, dass der Himmel aufklart.

Mit der Sonne nahm dann auch das Festival an Fahrt auf und die zahlreichen Helfer an den Stationen hatten gut zu tun, die Interessierten in „ihre“ Sportarten einzuweihen.

Abwechslung war in jeder Hinsicht angesagt beim Sportfestival 2012: Erstmals waren Vereine aus Erlangen und dem Landkreis gemeinsam in Aktion, das Wetter zeigte sich in den verschiedensten Facetten und die Besucher hatten die freie Auswahl zwischen Zuschauen, Beratung oder Mitmachen.

In der Zwischenzeit hatte das Wetter so weit aufgeklart, dass die Pavillons an den verschiedenen Stationen nicht mehr nur als Regenschutz aufgesucht wurden. Rund um die Gesundheitsinsel suchten immer mehr Besucher Ratschläge, und vor allem die Kinder waren nicht mehr zu bremsen: Bogenschießen, Tennis, Ponyreiten, die riesige Hüpfburg der Knaxiade oder das Kinderschminken waren dabei große Renner.

Als Publikumsmagnet erwies sich die Premiere des Sommerbiathlons mit über 90 Teilnehmern. Gemäß dem Festivalmotto „Hand in Hand“ hatten sich die Leichtathleten der SG Siemens Erlangen und der Schützengemeinschaft Tennenlohe zusammengetan, um die Idee (Laufen und Sitzendschießen) zu realisieren. 2000km für das Fest zurückgelegt hat eine achtköpfige Sportgruppe aus Erlangens Partnerstadt Rennes, die mit rythmischer Sportgymnastik begeisterte.

Bestens vertreten waren auch die Kampfsportarten, die mit spektakulären Darbietungen auf sich aufmerksam machten. Schön zu sehen war auch das große Interesse der verschiedenen Sportarten untereinander. Gut zu erkennen, etwa wenn Sportler im weißen Kampfanzug mal eben Kunsträder ausprobierten.

Von Baum zu Baum konnten außerdem erste Schritte im Slackline gewagt werden, Ballsportarten präsentierten sich ebenfalls. Reges Interesse fand auch der „Sport mit Handicap“, in den die Integrative Sportgemeinschaft Erlangen und das Berufsbildungswerk Rummelsberg Einblicke gaben. Das Freibad West war naturgemäß das Refugium der Wassersportler. Je schöner das Wetter wurde, umso größer war auch hier der Andrang.

Entsprechend zufrieden zeigten sich im Laufe des Nachmittags dann auch die Verantwortlichen. Richtig glücklich war der Kreisvorsitzende des BLSV, Walter Fellermeier, der mit dem Sportfestival einen großen Traum seiner Funktionärszeit verwirklicht sieht. Vor allem der Aspekt „Stadt und Land, Hand in Hand“ war ihm ein Anliegen. Schließlich war erstmals auch der Landkreis an einem Spielfest in Erlangen beteiligt. Das große ehrenamtliche Engagement begeisterte auch Landrat Irlinger: „Das ist doch Wahnsinn, was wir für Leute haben“.

 

Text: Nicole Forstner