Groß war die Freude der 43 Schulleiter aus Grund-, Haupt- und weiterführenden Schulen des Landkreises Eichstätt über die Urkunden der Schulsportabzeichen. Werner Marras vom BLSV (links), Werner Satzinger (2. von rechts) und die Schulamtsdirektoren Josef Mirlach und Michael Miedaner (3. und 5. von rechts) gratulierten den Landkreisschulen zum dritten Mal zum Spitzenplatz in Oberbayern.

Landkreis Eichstätt verteidigt Spitzenplatz in Oberbayern

Das Sportabzeichen ist an den Schulen des Landkreises ein echter Renner. Schon zum dritten Mal in Folge belegte der Landkreis Eichstätt beim Schulwettbewerb in Oberbayern den ersten Platz. Die fitten Schüler aus 31 Grundschulen und zwölf Haupt- und weiterrührenden Schulen haben mit ihren 2949 Abzeichen auch heuer dazu beigetragen, den Spitzenplatz im größten bayerischen Regie rungsbezirk zu verteidigen. Erfolgreich auch die Sportvereine, die - gemeinsam dann mit 3578 Medaillen - in Oberbayern gleichfalls wieder auf dem ersten Platz kamen. Mit einem neunten Platz auf Landesebene sorgte die Altmühltalrealschule Beiingries unter den Schulen mit mehr als 600 Schülern für eine beachtliche Platzierung, die sie mit einem zweiten Platz auf Bezirksebene noch untermauern konnte. In der Kategorie 400 bis 600 Schüler kam die Hauptschule Gaimersheim in Oberbayern auf den dritten Platz. Keine Frage, dass sowohl Schulamtsdirektor Josef Mirlach, Vorsitzender des Arbeitskreises Sport in Schule und Verein, als auch BLSV-Kreisvorsitzender Werner Marras und Sportabzeichen-Obmann Werner Satzinger bei der Übergabe der Urkunden und Geldpreise an die Schulleiter richtig ins Schwärmen kamen und den beteiligten Schulen und Lehrkräften großes Lob spendeten. Überschattet wurde ihre Freude durch düstere Wolken am Sportabzeichenhimmel, die ihre Ursache in der heuer erstmals praktizierten Online-Abwicklung des Sportabzeichen-Schulwettbewerbs haben. „Regelrecht ins kalte Wasser geworfen" fühlt sich ein Gutteil der Schulleiter von dieser Online-Plattform, die für die Schulen nach Meinung des BLSV „unkompliziert und selbsterklärend" anwendbar sei. Außerdem werde damit in Zukunft „alles sehr viel ökonomischer und ökologischer" abgewickelt. Die Schulleiter sahen das anders, und viele verrieten hinter vorgehaltener Hand, dass sie unter den gegebenen Umständen künftig bei aller Begeisterung für das Schulsportabzeichen „wohl kaum noch mitmachen" werden. Dabei sind die Anforderungen der Datenschützer wohl das kleinere Übel. Die Schulchefs fanden bei ihrer Kritik prominente Unterstützung. Während sich Schulamtsdirektor Josef Mirlach mit dem Hinweis, dass das neue Online-System „wohl nicht gerade das Ideale" sei, noch merklich zurückhaltend äußerte, monierte Werner Satzinger deutlich die fehlende Übergangszeit der Erprobung. Werner Marras schließlich verwies mit drastischen Worten darauf, dass durch „dieses völlig unvorbereitete neue Programm einem wunderbaren Wettbewerb das Scheitern" drohe. Mit großem Bedauern wird von den Betroffenen erwartet, dass die bisher so gediegene und feierliche Form der Übergabe der Sportabzeichen- und Siegerprämien vor den versammelten Schulleitern wohl der Vergangenheit angehört, da diese künftig „aus Ersparnisgründen" direkt auf die Konten der Schulen überwiesen werden.
(Quelle: EICHSTÄTTER KURIER, Ausgabe Mittwoch, 21.Juli 2010, DK Nr. 166, Seite 19)